Effizienzsteigerung für Basisstationen

Texas Instruments (TI) stellt mit dem GC5325 einen Breitband-Prozessor mit digitaler Vorverzerrung vor. Mit Hilfe dieses Bausteins sind Entwickler von Mobilfunkinfrastruktur in der Lage, die Effizienz der Endstufe von Basisstationen je nach Architektur um 40 Prozent oder mehr zu steigern.

Kernstück des Prozessors ist zum einen ein crest factor reduction block (CFR), der den Scheitelfaktor (die peak to average ratio) herabsetzt, und zum anderen ein digitaler Vorverzerrerblock (digital pre-distortion block, DPD). In Kombination führt der Einsatz dieser Funktionen bei Klasse-AB-Endstufen zu einer Steigerung der Effizienz um mehr als 25 Prozent. In Doherty-Architekturen sind sogar mehr als 40 Prozent möglich. Der Baustein unterstützt Multimode-Betrieb und diverse Luftschnittstellen wie CDMA2000, WCDMA, TD-SCDMA, OFDMA (WiMAX, LTE), HSPA und HSPA+.

Integriert sind u.a. ein FP-DSP (floating point digital signal processor), in dem ausgeklügelte Linearisierungsalgorithmen implementiert sind. Die Bandbreite des DPD-Blocks erreicht mehr als 100 MHz, so dass eine Korrektur von Verzerrungsprodukten bis zur 5. Ordnung im Bandbreitenbereich bis 20 MHz möglich ist.

Mit dem Evaulierungskit GC5325SEK können Entwickler die Effizienz der Endstufe, die Error Vector Magnitude (EVM), den Scheitelfaktor und das Übersprechverhalten (Adjacent Channel Leakage Ratio, ACLR) messen. Das SEK besteht aus einer dualen Senderarchitektur (mit nur einem DSP und geteiltem Rückkoppelungspfad) und unterstützt Sender-Diversität, MIMO und Strahlformung für flexible Antennenkonzepte (smart antennas). Das Kit kann auch als Referenzdesign dienen, dessen Übernahme nach Angaben von TI vier Mannmonate an Entwicklungszeit einsparen kann.

Als Preis für den bereits lieferbaren Baustein gibt TI 89 Dollar (für 1000er Abnahme) an. Der GC5325SEK wird ab März verfügbar sein und kostet 4999 Dollar.