Displayproduktion Dünner, schärfer, heller: Cornings Lotus XT Glas

Mit dem neuen Displayglas will man an die Erfolge des bekannten Gorilla-Glases anknüpfen, nachdem die erste Version des Lotus-Glases kein Verkaufsschlager war.
Mit dem neuen Displayglas will man an die Erfolge des bekannten Gorilla-Glases anknüpfen, nachdem die erste Version des Lotus-Glases kein Verkaufsschlager war.

Gorilla-Glas war gestern. Vom gleichen Hersteller wird ab sofort ein noch hochwertigeres Displayglas angeboten, das sogenannte »Lotus XT Glass«. Konzipiert für LCD und OLED Displays, soll es brillante Bilder auf Smartphone-Bildschirme zaubern.

Als beständiges und kratzfestes Displayglas kommt Cornings Gorilla-Glas in 500 Geräten von über 30 Herstellern zum Einsatz, darunter in Samsungs Galaxy S4 und in HTCs Windows Phone 8. Doch nun schickt sich der Nachfolger aus eigenem Hause, das »Lotus XT Glass«, an, neue Maßstäbe in Sachen Displayqualität zu setzen.

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Cornings Lotus XT Displayglas

Cornings Lotus XT Glas

Der eigentliche Vorgänger ist allerdings nicht das Gorilla-Glas, sondern das »Lotus Glass«, welches seit 2011 angeboten wird und bereits das Gorilla Glas ablösen sollte. Allerdings konnten die Kundenwünsche in Bezug auf Stückzahl und Eigenschaften nicht immer erfüllt werden, weshalb Corning nun mit der XT-Version nachlegt. Die Vorteile des neuen Lotus-Glases liegen in der thermischen und Formstabilität, die letztendlich Displays mit höheren Auflösungen und schnelleren Reaktionszeiten ermöglichen sollen. Die verbesserten thermischen Eigenschaften führen auch dazu, dass das Glas zuverlässiger unter starker Hitze verarbeitet werden kann, ohne dass es zu Verformungen kommt. Außerdem können durch die Verarbeitung bei höheren Temperaturen hellere und schärfere Displays produziert werden. Anwendung findet das Lotus XT bei OLED oder LCD-Bildschirmen, die entweder LTPS oder TFT als Backplanes verwenden.

Die zweite Version des Lotus Glases soll massentauglicher sein und in deutlich höheren Stückzahlen verbaut werden. Allerdings ist noch unklar, welche Hersteller das Glas in welchen Geräten implementieren werden.