Glasklares Telefonieren mit Applikationen aus dem Internet Die Zukunft von DECT heißt CAT-iq

Der Umstellung der Telefonnetze auf IP-Technologie und dem Scheitern von WLAN hinsichtlich einer fortschrittlichen Sprachübertragung verdankt DECT seine Wiedergeburt mit CAT-iq. Eine hervorragende Tonqualität sowie neue Applikationen durch einen Datenkanal sind die besonderen Merkmale von CAT-iq.

Glasklares Telefonieren mit Applikationen aus dem Internet

Der Umstellung der Telefonnetze auf IP-Technologie und dem Scheitern von WLAN hinsichtlich einer fortschrittlichen Sprachübertragung verdankt DECT seine Wiedergeburt mit CAT-iq. Eine hervorragende Tonqualität sowie neue Applikationen durch einen Datenkanal sind die besonderen Merkmale von CAT-iq.

»CAT-iq« heißt der Nachfolger des europäischen ETSI-Standards für Schnurlostelefonie DECT, der sowohl Chipherstellern als auch Endgeräteanbietern ein neues Geschäft beschert und den das DECT Forum etabliert bzw. vorangetrieben hat (Siehe Kasten »Die neue DECT-Generation CAT-iq«). »Gegenwärtig werden jedes Jahr in Europa rund 40 Millionen DECT-Geräte verkauft«, berichtet Erich Kamperschroer, Vorsitzender des DECT-Forums.

Alleine in jedem zweiten deutschen Haushalt gibt es ein Gigaset-Telefon, das dem DECT-Standard entspricht. Die ehemalige Siemens-Marke »Gigaset « ist seit Oktober 2008 in dem eigenständigen Unternehmen Gigaset Communications angesiedelt, an dem Siemens mit 18,2 Prozent und das Beteiligungsunternehmen Arques aus Starnberg mit 80,2 Prozent beteiligt ist.

DECT ist ein weit verbreiteter und bewährter Standard für schnurlose Telefone. Trotzdem oder gerade deswegen gab es in der Vergangenheit wenig Neues zu berichten. »Allerdings macht der Nachfolgestandard CAT-iq den Weg für viele Innovationen frei«, ist Kamperschroer überzeugt. Denn mit CAT-iq steht zum ersten Mal ein Datenkanal für das Telefon zur Verfügung, über den über die Luftschnittstelle ein Softwareupdate für das Telefon erfolgen kann, das auf diesem Weg mit neuen Applikationen und aktuellen Daten versorgt wird. Zusatzdienste wie Wetterberichte, Radio hören und das Herunterladen von Klingeltönen sind dann am heimischen Telefon ebenso möglich wie höherwertige Dienste wie Patientenüberwachung oder Gebäudekontrolle. Bis es in der Praxis soweit ist, dauert es allerdings noch mindestens ein Jahr, weil die Stufe »Internet ready« erst in der Version CAT-iq 3.0 festgelegt wird. Heute sind bereits erste Geräte verfügbar, die CAT-iq 1.0 entsprechen und mit dem HD-Sound ebenfalls einen – zumindest theoretisch – bahnbrechenden Vorteil bieten.