Deutsche Telekom verliert im Festnetz - DSL legt zu

Der Telefon-Festnetz-Heimatmarkt hat die Deutsche Telekom auch zu Beginn des neuen Geschäftsjahres gebeutelt: In Deutschland ging der Umsatz weiter zurück.

Insgesamt verlor die Deutsche Telekom 588000 Anschlüsse im ersten Quartal 2007, die Zahl der eigenvermarkteten Breitbandanschlüsse (DSL) stieg dagegen um 572000 auf über 7,6 Mio. Im Mobilfunkbereich erhöhte sich die Zahl der deutschen Kunden auf 33 Mio. (plus 5,1 Prozent).

Insgesamt legte der Gesamtumsatz der Deutschen Telekom im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 4,1 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro zu. Im Ausland konnte der Umsatz um15,5 Prozent auf 7,66 Mrd. Euro verbessert werden.

Am deutschen Markt verbuchte die Deutsche Telekom dagegen ein Minus von 5,1 Prozent auf 7,79 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im ersten Quartal auf 4,54 Mrd. Euro (minus 7,1 Prozent). Bereinigt um Sondereinflüsse weist die Deutsche Telekom ein Minus von 5,8 Prozent auf 4,68 Mrd. Euro aus. Der Konzernüberschuss brach um 57,9 Prozent auf 459 Mio. Euro ein.

Vorstandsvorsitzender Rene Obermann rechnet für das Jahr 2007 mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses auf rund 19 Mrd. Euro, der Umsatz soll leicht zulegen (2006: 61,34 Mrd. Euro).

"Kostensenkung" ist nach Management-Angaben das Gebot der Stunde: Man will bis 2010 die Kosten um 4,2 bis 4,7 Mrd. Euro senken. Damit reagiert der Konzern vor allem auf den harten Wettbewerb am deutschen Markt, der zunehmende Kundenverluste im Festnetzbereich mit sich zieht. Neben dem problematischen Inlandsgeschäft sorgt der Konzern derzeit mit einem drohenden Mitarbeiterstreik für Schlagzeilen.