Broadcom und Marvell: Erste 802.11n-Chips

Kaum hat das IEEE einen vorläufigen Kompromissvorschlag über den 802.11n-Standard als Draft veröffentlicht, stellen Broadcom und Marvell die ersten WLAN-Chips vor, die in den WiFi-Geräten der kommenden Generation arbeiten sollen.

Die neuen ICs der Intensi-fi-Familie von Broadcom können mehrere Datenströme über mehrere Übertragungs- und Empfangsantennen verarbeiten und erzielen damit Datenraten von über 300 MBit/s. Die neuen Chips sind rückwärts kompatibel zu den existierenden 802.1a/b/g-Standards. Zu der Intensi-fi-Familie gehören der BCM4321, auf dem eine Media-Access-Control-Einheit und eine Physical-Layer-Einheit kombiniert sind, sowie der Funk-Chip BMC2055, der mit den Multiple-Input-Multiple-Output-Antennen im Frequenzbereich von 2,4 und 5 GHz zusammenarbeitet. Außerdem bietet Broadcom Netzwerk-Prozessoren für 10/100-Ethernet- (BCM4704) und Gigabit-Ethernet-Anwendungen (BCM4705).

Auch Marvell hat angekündigt, noch im ersten Quartal Chips der 88W836X-Familie auf den Markt zu bringen, die dem 802.11n-Standard entsprechen. Die Chips erreichen Datenübertragungsraten von 300 bis 600 MBit/s und können an Ethernet-Netze mit 100 MBit/s bis zu 1 GBit/s angeschlossen werden. Die Chips arbeiten auf Basis der von Marvell entwickelten Feroceon-ARM-CPU-Architektur, deren Pipeline-Stufen sich variieren lassen, um die Leistungsaufnahme so gering wie möglich zu halten. Ebenso wie Broadcom hat Marvell einen Baseband-MAC-Chip (88W8360) und einen Funkchip (88W8361) sowie Netzwerkprozessoren (88W8660, 88F5181) für die Router im Programm.