Broadcom: Einstieg in den PMU-Markt

Broadcom ist mit dem neuen BCM59001 in den Markt für Power-Management-ICs eingestiegen und zielt mit dieser Power-Management-Unit (PMU) auf den Einsatz in Handys und anderen tragbaren Geräten ab.

Dieser Markt lockt: Gartner schätzt, dass er bis 2010 mit durchschnittlich 27 Prozent pro Jahr auf 3,4 Mrd. Dollar steigt.

Der BCM59001 bietet nicht nur einen hohen Spitzenwirkungsgrad von bis zu 93 Prozent, sondern auch einen hohen Wirkungsgrad bei niedrigen Strömen, beispielsweise 84 Prozent bei 1 mA. Dadurch verlängert sich die Stand-by-Zeit der Geräte. Die PMU enthält zwei 300-mA-Step-Down-Schaltregler mit einem Ruhestrom von 50 µA für die Versorgung der Host-Controller-Cores und I/Os, elf analoge und RF-LDOs, ein Ladezustands- und Batteriemanagement-System und ein I_C-kompatibles Interface, über das sich die Schaltregler und LDOs in 100-mV-Schritten auf die gewünschten Spannungen programmieren lassen. Die hohe Schaltfrequenz der Regler von 2 MHz erlaubt es, kleine 2,2-µH-Induktivitäten und 4,7-µF-Ausgangs-Kondensatoren zu verwenden.

Das Batterie-Management-System akzeptiert Eingangsspannungen bis zu 14 V und detektiert automatisch die Ladequellen (CC/CV, USB, oder Ladegerät für die Steckdose). Es verfügt über umfangreiche Schutzeinrichtungen. Die LDOs bieten ein Power-Supply-Rejection-Ratio von über 60 dB und einen Spannungsabfall von 100 mV bei 200 mA. Alle LDOs können im Power-Saving-Mode (ECO) betrieben werden. Der BCM59001 kommuniziert mit dem Host-Controller über einen 400-kHz-I_C-Bus

Die gesamte PMU sitzt in einem QDP mit einer Fläche von 6 mm x 6 mm mit 48 Anschlüssen. Bei einer Abnahmemenge von 100.000 Stück kostet das Power-Management-IC 2,49 Dollar. Zum Lieferumfang gehören die Treiber und die komplette Software, auch für die Programmierung der insgesamt 13 Spannungen, die die LDOs und die Schaltregler zur Verfügung stellen. Der Baustein lässt sich einfach auf die jeweils erforderlichen Ramp-up-Profile in den unterschiedlichen Anwendungen programmieren.