BfS: »Mobilfunkstrahlen nicht gefährlich«

Die geltenden Grenzwerte schützen ausreichend vor den bekannten Gefahren der Mobilfunkstrahlung, so das Ergebnis eines sechsjährigen Forschungsprogramms des Bundesumweltministeriums, das vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreut wurde.

»Das Forschungsprogramm hat keine Erkenntnisse erbracht, die die geltenden Grenzwerte aus wissenschaftlicher Sicht in Frage stellen«, heißt es beim BfS und der Strahlenschutzkommission (SSK).

Dennoch gäbe es in einigen Bereichen noch Klärungsbedarf, äußert sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: »Das ist vor allem bei Kindern, die sehr empfindlich sind, der Fall und betrifft die Langzeitwirkungen bei Kindern und Erwachsenen.«

Das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm wurde jeweils mit 8,5 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium und den Betreibern der Mobilfunknetze finanziert. Künftig wird das Bundesumweltministerium für die Forschung über die Wirkungen der elektromagnetischen Felder moderner Kommunikationstechniken jährlich 0,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden Grenzwerte und Gesundheitsbeschwerden wie z. B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen war nicht nachweisbar.

Das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm ist Teil eines gemeinsamen Vorsorgeprogramms, das 2001 gemeinsam von Bundeskanzleramt, Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium initiiert wurde.