ADI präsentiert HF-Durchbruch für Funkanlagen

Analog Devices (ADI) stellt mehrere HF-Bausteine vor, die das Design von Mobil- und Richtfunkanlagen vereinfachen.

Als »echten Durchbruch« bezeichnet ADIs Applications Engineer Alexander Schaeder die Baureihen ADRF660x und ADRF670x, mit denen ADI jeweils einen hoch integrierten Abwärtsmischer und I/Q-Modulator vorstellt. »Wir sind die ersten, die zwei Bausteinreihen in dieser Leistungsklasse vorstellen«, sagt Schaeder.

Für beide Baureihen gibt es je vier (teils überlappende) Frequenzbandvarianten: 750 – 1100 MHz, 1550 – 2150 MHz, 2100 – 2600 MHz und 2500 – 2900 MHz. Die Bausteine vereinen jeweils den Mischer bzw. IQ-Modulator, den spannungsgesteuerten lokalen Oszillator (LO) mit programmierbarem LO-Frequenzbandvarianten, den LO-Verstärker und Linearregler für die interne Spannungsversorgung. Das spart Platz: Beide Bausteine sind in einem 40-poligen LFCSP  untergebracht, das nur 6 x 6 mm misst.

Der senderseitig vorgesehene Aufwärtsmischer ADRF670x weist bei einer Betriebsfrequenz  von 2 GHz folgende Eigenschaften auf: Modulator-OIP3: +30 dBm, -OP1dB: +15 dBm, -Rauschen -158 dBm/Hz, Trägerübersprechen: kleiner als -40 dBm, Seitenbandunterdrückung: mindestens -45 dBc, Nachbarkanaldämpfung (ACLR): -70 dBc (bei –7 dBm Ausgangsleistung am asymmetrischen 50-Ohm-Ausgang). Der Baustein benötigt 5 V und nimmt bei eingeschalteten PLL & VCO 210 mA auf.

Für den empfängerseitig vorgesehenen Abwärtsmischer ADRF660x sind die Werte: EingangsIP3: +26 dBm, -P1dB: +12 dBm, Spannungsverstärkung (Voltage Conversion Gain): +6dB, Rauschzahl 12 dB; Übersprechen von LO auf RF: -40 dBm und PLL-Rauschen -150 dBc/Hz (bei 5 MHz). Der Baustein benötigt 5 V und nimmt bei eingeschalteten PLL & VCO 240 mA auf.

Muster der beiden Bausteine sowie ein Evalation Board sind bereits lieferbar. Die Serienfertigung soll im Januar 2010 anlaufen. Als Stückpreis (ab 10.000 Stück) für den ADRF 660x gibt ADI 8,98  Dollar an; der ADRF670x kostet einen Dollar mehr.

Vor allem für Multiband-Mobilfunksysteme gedacht ist der neue Dual-DAC AD9122, der erstmals eine LVDS-Schnittstelle aufweist und 1,2 GSPS wandeln kann. Seine Haupteigenschaften sind: Nachbarkanaldämpfung (Single-carrier W-CDMA) 83 dBc bei 150 MHz ZF, Rauschsignaldichte (NSD)  -164 dBm/Hz bei 80 MHz und ein Intermodulationswert von -84 dBc (ebenfalls bei 80 MHz). On-Chip befindet sich u.a. ein numerisch gesteuerter (32 Bit) hoch auflösender Oszillator (NCO). Der Baustein benötigt zwei Versorgungsspannungen (3,3 V und 1,8 V) und nimmt bei einer Abtastrate von 1,2 GSPS 1,5 W auf. Bei 500 MSPS sinkt der Leistungsvernrauch auf 800 mW.

Der AD9122 ist in einem 72-poligen LFCSP untergebracht, das 10 x 10 mm misst, und ist ebenfalls bereits lieferbar. Als Stückpreis (ab 1000 Stück) gibt ADI 34,95 Dollar an.