100 Gbit/s: Speed-Rekord in Opto-Netzen

Mit zehn parallel zum Datentransfer genutzten optischen Übertragungskanälen zu je 10 Gbit/s ist in den USA die 100 Gbit/s-Marke über rund 1000 km Distanz erreicht worden. High-speed-Backbone-Netze können damit in neue Speed-Regionen vordringen.

Die in den USA demonstrierte 100-Gbit/s-Übertragung zwischen Las Vegas und Los Angeles sowie zurück (das sind insgesamt rund 1000 km Entfernung) erfolgte mit Opto-Übertragungs-Hardware der Firma Infinera in einem Lichtleiter-Netz der XO Communications.

Verwendet wurden Signale, die dem pre-Standard 802.3ba entsprechen und auf Übertragungsseite in einem DWDM-Verfahren auf den Lichtleiter geschickt werden. Diese Art der Datenübertragung wurde damit in die wirkliche Langstrecken-Praxis überführt.

DWDM steht für Dense Wavelength Division Multiplex und gilt  zur Zeit als das »Nonplusultra« in der Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung. Dabei liegen die im Glasfaserkabel verwendeten Wellenlängen (im C- bzw. L-Band) sehr dicht beieinander, was aber voraussetzt, dass hochkarätig temperatur- und wellenlängenstabilisierte Laserdioden und hochwertige optische Filter eingesetzt werden.

Doch damit ist, wie Forschungsarbeiten zeigen, das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Man erwartet in Zukunft sogar Einzelkanäle mit nicht nur 10 Gbit/s sondern bis zu 40 Gbit/s. Betreibt man diese Kanäle dann parallel, lassen sich weitere Geschwindigkeitssteigerungen erreichen.

Spekuliert wird bereits über den Parallelbetrieb in bis zu 80 Kanälen. Durch Kombination des C- und L-Bandes wären bis zu 160 Kanäle (zu je 10 bis 40 Gbit/s) möglich. Doch dies ist noch Zukunftsmusik.