Kithara: Zuverlässiges Timing trotz schwankender Taktfrequenz

Die je nach Stromsparzustand dynamisch angepasste Taktfrequenz der Intel-Mobilprozessoren erschwert das Programmieren von Timern. Die Real Time Suite 2008 enthält trotzdem konstant zuverlässige Timer.

Die »Real Time Suite« von Kithara ist kein Betriebssystem im eigentlichen Sinne, aber eine interessante Ergänzung für Windows. Mit den Bestandteilen der Real Time Suite kann unter Umgehung üblicher Windows-Schutzmechanismen direkt auf die Hardware zugegriffen werden. Eines der Werkzeuge der Real Time Suite 2008 ist das Timer Toolkit, das Zugriffe auf I/O-Ports, den physikalischen Speicher und die Programmierung von Timern in Millisekundenauflösung ermöglicht. Dieses Tool hatte bisher Schwierigkeiten mit den Intel-Mobilprozessoren, die ihre Taktfrequenz dynamisch der Belastung anpassen. Mit der neuen Version 2008 wurde dieses Problem jedoch gelöst, sodass jetzt zuverlässiges Timing auch auf Notebooks bzw. Stromsparprozessoren möglich ist. In einem speziellen Modus sind Frequenzen von über 100 Kilohertz bei höchster Genauigkeit realisierbar.

Weiterhin neu in der Produktreihe sind Module für Multitasking, Echtzeit-Ethernet mit TCP und UDP sowie das Automatisierungsprotokoll EtherCAT. Letzteres stattet den Entwickler mit Mechanismen aus, um schnell und kostengünstig auch komplexe Steuerungsanwendungen für die Automatisierung zu realisieren. Anwender bleiben wie gewohnt in ihrer Entwicklungsumgebung wie z.B. C/C++ oder Delphi, während der Programmcode des Anwenders auf der Kernel-Ebene in Echtzeit ausgeführt wird. Neue Plattformen, wie C# und .NET werden unterstützt, indem die zeitkritischen Teile in eine DLL ausgelagert werden. Mit der neuen Unterstützung für ein preemptives Echtzeit-Multitasking sind alle Tasks nach festgelegten Prioritäten koordinierbar.

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