Kfz-Zulieferer Delphi setzt auf Dezentralisierung

Auf dem richtigen Weg sieht Thomas Aurich, Leiter der Unternehmenskommunikation von Delphi, die Nummer 2 der Kfz-Zulieferer (Rang 1 belegt Bosch), auch wenn die Umstrukturierung der früheren GM-Division »noch im Fluss ist«.

Ziel der Umstrukturierung sei es, »die unterschiedlichen Strömungen in der Welt besser aufzufangen«. Wurde Delphi bis vor kurzem noch zentral von Detroit aus gesteuert, sind nun in Europa immerhin drei von vormals acht Divisions dezentral angesiedelt, nämlich die Bereiche E-Architektur, Elektronik&Safety (beide in Deutschland) und Powertrain Systems mit Sitz in Luxemburg. Somit erhalten die Regionen, in denen die wichtigen Car-OEMs sitzen, laut Aurich »mehr Macht, wobei aber eine Regionalisierung von F&E vermieden wird«. Seit dem Spin-Off von GM im Jahr 1999 hat sich der Anteil des mit der vormaligen Mutter erwirtschafteten Umsatzes sukzessive verringert: 2006 waren es weltweit weniger als 50 Prozent, in Europa lag der Anteil gar unter 18 Prozent. Die Umsatzentwicklung verlaufe nach Plan, »in puncto Profitabilität liegen wir im Durchschnitt der Kfz-Branche«, freut sich Aurich. Weltweit erzielte Delphi 28 Mrd. Dollar Umsatz, auf Europa entfallen davon rund 6 Mrd. Euro. Auch die Autohersteller beurteilten Delphis Zukunft »durchaus positiv, denn wir haben auch aus sensiblen Bereichen neue Aufträge hereinbekommen«.