Katrin Ahr

<p>Wenn von zukünftigen Behandlungsmethoden in der Medizin die Rede ist, fällt immer ein Schlagwort: »Monitoring«.

Wenn von zukünftigen Behandlungsmethoden in der Medizin die Rede ist, fällt immer ein Schlagwort: »Monitoring«. Auf deutsch: Überwachung des Patienten im Alltag. Das kann heißen, dass ein Lagesensor in der Kaffeetasse täglich den Neigungswinkel beim Morgenkaffee misst oder ein Sensor im Lichtschalter dessen Einschaltzeiten. Vermutlich sitzt das Medizinpersonal dann im Kontrollzentrum und denkt sich »Na, heute mal später aufgestanden?«. Für gesunde Menschen ein Alptraumszenario. Wer will schon auf Schritt und Tritt überwacht werden? Doch für alte Menschen könnte der kleine Kaffeetassensensor ganz schnell zum Lebensretter werden, wenn das System Alarm schlägt, weil der Morgenkaffee außerplanmäßig ausgefallen ist. Meine Oma wurde vor einer Woche 93 Jahre alt – und wenn ich ehrlich bin, ich hätte ihr gern so eine Tasse geschenkt.

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