ZVEI-Umfrage: Im Osten wird weiter investiert

Die deutsche Elektroindustrie baut ihre Position in den mittel- und osteuropäischen Ländern weiter aus, hat eine Untersuchung des ZVEI ergeben. Vor allem die Ukraine, Russland und Rumänien liegen im Trend, meldet der Verband.

Hier sei mit jeweils über 100 Prozent Anstieg die Entwicklung der Beschäftigtenzahl in den Jahren 2002 bis 2006 (neuere konsolidierte Zahlen liegen nach Angaben des ZVEI noch nicht vor) besonders auffällig. Allein in der Siemens-Zentrale in Moskau wurde das Personal von 720 auf aktuell knapp 1800 Mitarbeiter aufgestockt.

Auch mittelständische Firmen investieren kräftig. Kathrein-Romania und Romkatel (ebenfalls Kathrein) vergrößerten seit dem Gründungsjahr 2003 bis 2006 den Personalbestand auf 365 Mitarbeiter; im Mai 2008 waren es bei ungebrochenem Wachstum schon 568.

Insgesamt hat die deutsche Elektroindustrie bis 2006 in Rumänien knapp 100 Millionen Euro und in Russland knapp 250 Millionen Euro investiert, verglichen mit bereits bestehenden Investitionen in Tschechien von 1180 Mio. Euro, Ungarn (660 Mio. Euro) und Polen (280 Mio. Euro).

Rang

Land

2006

2004

2002

Veränderung
2002-2006

1Tschechien249.000216.000204.000+22,1 %
2Polen238.000205.000202.000+17,8 %
3Ungarn150.000142.000145.000+3,4 %
4Russland136.00097.00067.000+103,0 %
5Rumänien113.00065.00046.000+145,7 %
6Slowakei91.00082.00079.000+15,2 %
7Ukraine80.00013.00013.000+515,4 %
8Bulgarien27.00017.00014.000+92,9 %
9Kroatien20.00022.00018.000+11,1 %
10Slowenien12.0009.0009.000+33,3 %

 
Deutsche Industrie als Arbeitgeber in Mittel- und Osteuropa: Anzahl der Beschäftigten in den einzelnen Ländern. (Quelle: Deutsche Bundesbank)