VDI-/IW-Ingenieurmonitor Zahl der offenen Stellen gestiegen, aber auch die Arbeitslosigkeit

Mit 15,7 Prozent ist die Zahl der offenen Stellen am stärksten in Bayern gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist das Stellenangebot für Ingenieure mit rund 16 Prozent in der Region Niedersachsen/Bremen.
Mit 15,7 Prozent ist die Zahl der offenen Stellen am stärksten in Bayern gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist das Stellenangebot für Ingenieure mit rund 16 Prozent in der Region Niedersachsen/Bremen.

Der VDI hat in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft den Ingenieurarbeitsmarkt für das erste Quartal 2015 untersucht und die Zahl der offenen Stellen hochgerechnet. Demnach ist die Zahl der offenen Stellen gestiegen, aber auch die Arbeitslosigkeit.

Die größten Beschäftigungschancen für Ingenieure bietet dem Report "VDI-/IW-Ingenieurmonitor" zufolge der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Energie- und Elektrotechnik mit hochgerechnet knapp drei offenen Stellen pro Arbeitslosem.

Die Zahl der offenen Stellen sei im Vergleich zum Vorquartal um 1.900 angestiegen, meldet der VDI.

18.070 und damit die meisten der insgesamt 59.430 zu besetzenden Stellen in den Ingenieurberufen sind dem Boom in der Baubranche geschuldet: Sie entfallen auf den Bereich Bau, Vermessung, Gebäudetechnik und Architekten.

Wie bereits in den drei Vorquartalen auch hat diese Berufsgruppe damit nicht nur die Maschinen- und Fahrzeugtechnik (14.680 Vakanzen) überrundet, sondern auch die Energie- und Elektrotechnik (12.240 Vakanzen) sowie Technische Forschung und Produktionssteuerung (9.870).

Regionale Differenzen sind dabei deutlich. 11.410 und damit die meisten der insgesamt offenen Stellen entfielen auf Baden-Württemberg. Nimmt man Bayern und Nordrhein-Westfalen dazu, entfallen auf diese drei Bundesländer knapp 54 Prozent aller Vakanzen.

Mit 15,7 Prozent ist die Zahl der offenen Stellen am stärksten in Bayern gestiegen. Am stärksten zurückgegangen ist das Stellenangebot für Ingenieure mit rund 16 Prozent in der Region Niedersachsen/Bremen.
Insgesamt waren im ersten Quartal des Jahres 2015 im Monatsdurchschnitt 29.728 Ingenieure arbeitslos gemeldet, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

8.738 und damit die meisten der insgesamt 29.728 arbeitslosen Personen in den Ingenieurberufen entfielen auf den Schwerpunkt Technische Forschung und Produktionssteuerung. Mit 8.332 waren etwas weniger Arbeitslose im Bereich Bau, Vermessung und Gebäudetechnik, Architekten zu verzeichnen.

In den nachfolgenden Kategorien Maschinen-und Fahrzeugtechnik (4.955) sowie Energie-und Elektrotechnik (4.209) liegt die Arbeitslosigkeit absolut, gemessen an der Zahl der zu besetzenden Stellen sowie gemessen an den Erwerbstätigen auf einem, so der VDI »weiterhin geringen Niveau«.

Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal ist bei fünf der acht Ingenieurberufskategorien eine steigende Arbeitslosigkeit zu beobachten. Am stärksten fiel der entsprechende Anstieg in den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugtechnik (+12, 4 Prozent), jedoch von einem niedrigen Niveau kommend, sowie Energie - und Elektrotechnik (+5,9 Prozent) aus.

Auch die Ingenieurberufe mit dem Schwerpunkt Metallverarbeitung (+5,1 Prozent) hatten einen überdurchschnittlichen Aufwuchs zu verzeichnen. Den mit 7, 4 Prozent größten Rückgang konnten die Sonstigen Ingenieurberufe verbuchen.