Nachwuchsförderung Wer kann am schnellsten ein intelligentes Auto bauen?

Damit Studenten praktische Erfahrungen mit modernen Technologien sammeln können, hat beispielsweise Halbleiterhersteller Freescale einen Wettbewerb ins Leben gerufen.
Damit Studenten praktische Erfahrungen mit modernen Technologien sammeln können, hat beispielsweise Halbleiterhersteller Freescale einen Wettbewerb ins Leben gerufen.

Der von Freescale Semiconductor gesponserte Freescale Cup ist ein weltweiter Wettbewerb für Studenten, in dessen Rahmen diese ein intelligentes Modellauto bauen, programmieren und auf einer Rennstrecke ausfahren. Den Wettbewerb haben Studenten der slowakischen Technischen Universität Bratislava gewonnen.

83 Studenten in 29 Mannschaften haben für ihre Universitäten aus 10 europäischen Ländern das Autorennen um den Freescale Cup 2013 bestritten. Die 180 m² große Rennstrecke war mit Bodenwellen, Kreuzungen, Steigungen und Schikanen angelegt. Zum ersten Mal hatten die Teams die Aufgabe, mit Hilfe der aktuellen “eCompass”-Sensortechnologie aus dem Hause Freescale ohne vorgegebenen Kurs zu einer bestimmten Position zurückzukehren. Diese Herausforderung spiegelt die jüngsten Entwicklungen in der Automobilindustrie wider, wo moderne Fahrerassistenzsysteme sich in immer höherem Maße auf Sensortechnologien abstützen. Im Finale musste das Auto zwei aufeinander folgende Runden in Bestzeit absolvieren, um das Rennen zu gewinnen.

Gewonnen hat den Wettbewerb das "“FEI-Minetors” Team  der Slowakischen Technischen Universität Bratislava, vor dem „Wheel eXtreme" Team der Wroclaw University of Technology aus Polen und dem “Crash Team” der Universität Padua aus Italien. “Dank seines evolutionären Charakters und seiner Bindung an Automotive- und Robotikapplikationen zieht der Freescale Cup eine immer größere Anzahl an Studenten und Dozenten an”,  erklärte Flavio Stiffan, EMEA-Verantwortlicher für Hochschulprogramme. “Ich bin zuversichtlich, dass diese Studenten vom Gelernten der letzten 6 Monate für ihre weitere technische Karriere profitieren konnten. Die Industrie schätzt Studenten sehr, die praktische Erfahrungen mit modernen Technologien aufweisen können und die bereits ihre Fähigkeit zur Kooperation, Innovation und Selbstmotivation unter Beweis gestellt haben”.

Wie sieht nun das Model eines intelligenten Autos aus? Die maximal aus drei Studenten bestehenden Teams hatten jeweils im Oktober des letzten Jahres einen genormten Autobausatz für den Wettbewerb erhalten und mit ihren Dozenten daran gearbeitet, das schnellste intelligente Auto der EMEA-Region zu bauen. Die Realisierung eines solchen intelligenten Autos erfordert:

  • Programmierung von Embedded-Software und die Umsetzung einfacher Schaltungen mit den im Bausatz enthaltenen Freescale-Komponenten
  • Entwicklung von Hardware für die Motorsteuerung und Software für Antrieb und Steuerung des intelligenten Autos
  • Anschluss einer Kamera nach Vorgabe, mit deren Hilfe sie das Auto über die Rennstrecke navigieren können

Das intelligente Standardauto besteht aus den folgenden Komponenten: einem Auto-Modellbausatz, einem Servo- Elektromotor, einer Batterie mit Ladegerät sowie einer Kurzanleitung. Nachfolgend eine Liste der einzelnen Elemente nach Funktion:

  •  Chassis - Modell im Maßstab 1:18
  •  Antrieb - 7,2V Gleichstrommotoren (einer für jedes Hinterrad)
  • Lenkung - Servomotor
  • Steuersystem – Freescale Qorivva MPC5604B Automotive Controller oder ARM Cortex M-4 Kinetis Industrial Controller
  • Motoransteuerung – Freescale Analogplatine mit MC33931 H-Bridge
  • Zielführung - CMOS Kamera