Kommentar Verwalten reicht nicht mehr

Corinne Schindlbeck, Redakteurin Markt&Technik
Corinne Schindlbeck, Redakteurin Markt&Technik und Rubrikenleiterin Karriere bei elektroniknet.de.

Es wird langsam Zeit, das Thema Personalmarketing in der mittelständischen Elektroindustrie anzupacken. Was nützt es, ein Innovationsführer mit hervorragendem Arbeitsumfeld zu sein, wenn es potenzielle Bewerber nicht wissen? Nutzen Sie die Chance und bewerben Sie sich für »Top Job Elektronik/Elektrotechnik«.

Unternehmen leiden an Ingenieurmangel. Was, Sie können die Leier nicht mehr hören? Stellen Sie sich darauf ein, dass sie es in Zukunft noch öfter als heute hören werden.

Denn der Mangel an guten Bewerbern wird sich ab 2020 noch einmal massiv verschärfen, der VDE (als Beispiel) hat anschauliche Zahlen und Kurven dazu. Denn dann schnappt die Demographie-Falle das erste Mal richtig zu.

Der demographische Wandel wirkt schneller und stärker als erwartet, trotz Zuwanderung: Bereits in den nächsten 20 Jahren verschiebt sich die Altersstruktur der Bevölkerung kräftig, die Anzahl der Erwerbstätigen sinkt im Vergleich zu heute drastisch. Zu diesen Ergebnissen kommt eine bislang unveröffentlichte Studie der Universität Köln.

Unternehmen werden das zu spüren bekommen, es hat Auswirkungen auf das Personalmanagement. Sie werden damit leben müssen, auf Ihre Stellenangebote keine einzige Bewerbung zu erhalten.

Recruiter werden neue Wege gehen müssen, um Fachkräfte anzulocken. Sie werden die gesamte Klaviatur des Personalmarketings spielen müssen, jeden Tag, dauerhaft. Im Internet und auf Messen. Mit Personal-PR analog der Produkt-PR.

Sie werden Botschaften aussenden müssen, wofür sie stehen, was sie tun, welche Chancen Sie für Bewerber der "Generation Y" bereithalten. Auch für die eigenen Mitarbeiter, denn die sind hervorragende Botschafter für das eigene Unternehmen, sofern sie zufrieden sind.

Besonders heikel wird der demographische Wandel für mittelständische Unternehmen in der Provinz ausfallen. Sie konkurrieren mit den Platzhirschen in den Metropolen, die teilweise ganze Jahrgänge an Absolventen aufsaugen, denken Sie an Bosch, BMW oder Siemens.

Unternehmen aus  der Elektronik/Elektrotechnik können nun etwas dagegen tun.

Erstmals gibt es die Möglichkeit, ein Arbeitgebersiegel für die besten Arbeitgeber in der Elektronik- und Elektrotechnikbranche zu bekommen. Unternehmen, die ihre Arbeitgeberattraktivität weiterentwickeln möchten im Rennen um die besten Bewerber, sind eingeladen, daran teilzunehmen.

Informationen zum neuen Wettbewerb gibt es zum Beipspiel auf der electronica am Stand der WEKA FACHMEDIEN in Halle A4, Stand A4.179 oder zum Download unter www.karriere.elektroninet.de/Top-Tob.

»Ich begrüße das neue ‚Top Job’-Branchensiegel sehr. Denn in unserer Branche ist der Fachkräftemangel längst angekommen. Firmenlenker müssen heute handeln und ihre Zukunft sichern. ‚Top Job’ als Qualitätsanbieter kann hier jedem einzelnen – ob groß oder klein – wertvolle Dienste erweisen«, so der Vorstandsvorsitzende des VDE, Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, anlässlich des Starts der neuen »Top Job«-Runde.