Gehaltsreport Trend nach oben: Embedded-Gehälter

Was verdient man als Embedded-Softwareentwickler? Interconsult hat für Markt&Technik den Bereich Mikroprozessorsysteme und aktive Bauelemente ausgewertet, Gulp seine Freelancer-Datenbank.

Mit Mikroprozessoren und aktiven Bauelementen verdient man im Branchenvergleich überdurchschnittlich gut:

Im Schnitt sind die Gehälter für Festangestellte in der Elektronikindustrie um 2,6 Prozent im Vergleich zu letztem Jahr gestiegen. Bei den Aktiven Bauelementen beträgt der Zuwachs 2,9% (Vorjahr 2,4 %). Bei den Mikroprozessorsystemen stiegen die Gehälter um 2,7 % (Vorjahr 2,1 %).

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Gehaltsvergleich

Gehaltsvergleich

Absolventen steigen im Bereich Embedded als Entwicklungsingenieur  inklusive aller Boni mit 50.000 bis 62.000 Euro ein. Ab drei Jahren Berufserfahrung  sind es im Schnitt bereits 79.000 bis 104.000 Euro.

Wem das sehr hoch erscheint: Der Großteil der von Interconsult ermittelten Einkommen beziehen sich auf Unternehmen aus dem süddeutschen Raum, wo generell besser bezahlt wird als etwa im Raum Berlin. Generell kann man in Sachen Einkommen in Deutschland von einem Nord-Süd und einem West-Ost-Gefälle sprechen.

Das gilt auch für Freiberufler: Freelancer im Bereich Softwareentwicklung kommen im Schnitt auf 74 Euro Stundensatz, das haben 3341 ausgewertete Gulp-Profile von freiberuflichen Softwareentwicklern ergeben.

Die Honorare für Embedded-Software-Entwicklung differieren je nach Skills und jeweiliger Nachfrage zwischen 55 und 80 Euro.

Wolfgang Döbber ist freiberuflicher Embedded-Experte seit Jahren und aktuell mit einer Projektleitung "Agile Embedded-Entwicklung" betraut. Wie realistisch sind die Gulp-Zahlen? "Im Embedded-Bereich liegen Spitzengehälter bei etwa 83 Euro. Diese werden in der Regel nur für ganz besondere Kenntnisse bezahlt, etwa Embedded Video und Audio-Know-How bei Automotive Zulieferern.", sagt er. Auch Kenntnisse und Zertifizierungen im Bereich agile Methoden führten oft in ein höheres Gehaltsgefüge, "aber dann ist man auch schnell in der Teilprojektleitung", ergänzt Döbber. 

"Im Großen und Ganzen kann ich die Spanne von Gulp nur bestätigen, da würde ich die Masse auch sehen. Der Trend geht meiner Meinung nach nach oben. Ich glaube, der Fachkräftemagel ist in der Embedded- Branche angekommen."