Gute Perspektiven Softwareingenieure gefragt wie nie

Die Jobperspektiven für Softwareingenieure sind trotz Wirtschaftskrise und Auftragsrückgang sehr gut. Grund: Obwohl die Lücke in diesem Bereich wegen des Abschwungs etwas kleiner geworden ist, gibt es bei weitem nicht genug Fachkräfte auf dem Markt.

Am Arbeitsmarkt der Ingenieure für Informationstechnik hat sich die Wirtschaftskrise nach Darstellung des Industrieverbands VDE noch nicht negativ bemerkbar gemacht. Im Gegenteil: Trotz Wirtschaftsflaute fehlen hierzulande laut Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) aktuell annähernd 15.000 Ingenieure aus dem IT-Sektor. Und die Zahl wird noch steigen. Denn nach einer aktuellen Umfrage des IW unter deutschen Unternehmen will der Großteil der Firmen die Zahl der Ingenieure konstant halten bzw. aufstocken.

Einen großen Bedarf bei Softwareentwicklern sehen auch Experten wie Dr. Stephan Weyhe, Geschäftsführer des Fachverbands Elektronik Design. Denn in der Informationstechnik werden zunehmend sogenannte »Embedded«-Systeme (Lösungen aus Hard- und Software) eingesetzt.

»Ingenieure aus dem IT-Bereich sind nach wie vor gesucht«, bestätigt auch Dr. Sonja Dulitz vom Industrieverband ZVEI, da trotz Auftragsrückgang ein Wachstum in der Branche zu verzeichnen sei. ABB Deutschland z.B. sucht derzeit rund 200 Mitarbeiter, die meisten davon aus dem IT-Sektor.

Kampf um die besten Talente

Der Kampf um die besten Talente hat längst begonnen. So meldet das Online-Stellenportal StepStone, dass mittlerweile bereits fast jedes dritte Unternehmen Fachkräfte abwerben will – vor einem Jahr war es erst jedes fünfte Unternehmen.

»Für den nächsten Aufschwung sind Unternehmen, vor allem der Mittelstand, schlecht gerüstet«, warnt die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Der Grund: Die Absolventenzahlen an Softwareentwicklern und -architekten reichen nicht einmal, um die Zahl der in Rente gehenden Ingenieure wettmachen zu können. Wenn trotz Rezession nicht in den Nachwuchs investiert werde, so Acatech, werde sich der Mangel an Fachkräften bei einem konjunkturellen Aufschwung umso dramatischer auswirken.

Prof. Dieter Rombach vom Fraunhofer-Institut fordert daher eine stärkere fundierte Ausbildung im Bereich des Software Engineering, weil hier die größten Lücken zu verzeichnen seien. Dies unterstreicht auch der aktuelle Arbeitsmarkt-Report der Dekra-Akademie, demzufolge Softwareentwickler die besten Chancen am IT-Arbeitsmarkt haben – noch vor den SAP-Spezialisten.

Nach Meinung von Prof. Dr. Barbara Paech, Sprecherin des Fachbereichs Softwaretechnik der Gesellschaft für Informatik, haben Hochschulabsolventen gerade dann sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, »wenn sie eine Weiterqualifizierung im Bereich Software Engineering absolviert haben«.

Masterstudiengang zum Softwareingenieur

Die Verbund IQ gGmbH bietet im Herbst zum vierten Mal den berufsbegleitenden Masterstudiengang »Software Engineering und Informationstechnik« in Kooperation mit der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg an. Beginn ist der 28. Oktober 2009. Der Studiengang richtet sich an Softwareentwickler oder -architekten, die ihre Domänenkompetenz mit Software-Engineering ergänzen, sowie an Informationstechniker, die sich weiterentwickeln wollen.

Voraussetzungen sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium mit informationstechnischer Fachrichtung oder ein anderes technisches Studium sowie mindestens zwei Jahre einschlägige Berufserfahrung bis zum Abschluss des Studiums. Anmeldeunterlagen und Informationsmaterial erhalten Interessenten bei: Verbund IQ gGmbH, Dürrenhofstr. 4, 90402 Nürnberg, Tel. 0911/424599-13, E-Mail: carsten.schmidhuber@verbund-iq.de sowie unter www.verbund-iq.de/master-software-engineering.