Personalarbeit Personaler müssen vor allem die Führungsqualität verbessern

Die Führungs- und Managementqualität zu steigern, ist im Krisenjahr 2009 die wichtigste Aufgabe der Personalarbeit. Platz zwei belegt die Arbeitgeberattraktivität. Gleichzeitig rechnet ein Drittel der HR-Verantwortlichen mit einem Personalabbau.

Das ergab die Kienbaum-Studie »HR-Klima Index 2009«, zu der mehr als 270 HR-Verantwortliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt wurden.

Das Talent Management, also die Suche und Förderung von Talenten aus dem Kreise der Mitarbeiter, gewinnt bei Personalentscheidern ebenfalls an Bedeutung und befindet sich in diesem Jahr an vierter Position in der Prioritätenliste. Die Bedeutung von Rekrutierung und Personalmarketing ist hingegen gesunken.

Ein Drittel rechnet mit Personalabbau

Knapp ein Drittel der befragten Unternehmen rechnet mit einer sinkenden Mitarbeiterzahl. 46 Prozent gehen davon aus, dass die Größe der Belegschaft etwa gleich bleibt, und immerhin ein Fünftel rechnet mit einer Aufstockung des Personals in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr plante noch mehr als die Hälfte der befragten Personalentscheider, ihre Belegschaft zu vergrößern.

Für 48 Prozent der von Kienbaum befragten Personaler ist der HR-Bereich bedeutender geworden. Für die Hälfte der Befragten bleibt die Wertigkeit gleich. Gleichzeitig geben knapp 30 Prozent der befragten Unternehmen an, über weniger Budget als 2008 zu verfügen.

»Personell wie auch finanziell sehen sich die Personaler in diesem Jahr mit sinkenden Ressourcen konfrontiert. Sie sind deshalb in Krisenzeiten mehr denn je als strategischer Business Partner gefragt und müssen dafür sorgen, dass kurzfristige, kostenorientierte Entscheidungen keinen langfristig negativen Einfluss auf den Beitrag der Mitarbeiter zum Unternehmenserfolg haben«, sagt Paul Kötter, Leiter des Bereiches HR-Strategie und Organisation bei Kienbaum.