CIGS-Dünnschicht Nanosolar entlässt 75 Prozent des Personals

Das deutschstämmige, 2002 gegründete Start-up Nanosolar mit Hauptsitz in San Jose hat offenbar gravierende Probleme: Laut verschiedenen Medienberichten müssen 75 Prozent des Personals gehen, in Deutschland 60 von 80 Mitarbeitern.

Nanosolar hat ein Produktionswerk in San Jose und stellt CIGS-Dünnschicht-Solarzellen und Solarmodule her. Mit einem industriellen Druckverfahren werden Tinten aus Kupfer, Indium, Gallium und Diselenid (CIGS) sowie Nanopartikeln auf Aluminiumfolie aufgetragen. Doch die Prozesse für gedruckte Solarzellen scheint Nanosolar nicht in den Griff zu bekommen.

Eine vollautomatisierte Fertigungsanlage für die Modulmontage steht in Luckenwalde bei Berlin. Hier müssen nach Informationen der Märkischen Allgemeinen 60 von 80 Mitarbeitern gehen.

Nanosolars größtes Projekt war ein 10,6-Megawatt-Solarpark in Valencia.

Laut US-Medienberichten soll Nanosolar letzte Woche 75 Prozent seines Personals die Kündigung ausgesprochen haben.

An Kapital kann es nicht gemangelt haben: Nanosolar wurde und wird von verschiedenen Cleantech-Investoren und Energieerzeugern mit insgesamt 400 Millionen Dollar finanziert, darunter Aeris Capital, Arsenal Venture Partners, Benchmark Capital, Mohr Davidow Ventures, Energy Capital Partners und EDF Energies Nouvelles.

Seit September 2012 ist der Diplom-Ingenieur Karl Steigele Chief Executive Officer bei Nanosolar.

In der Vergangenheit mussten bereits andere Dünnschicht-Konkurrenten aufgeben, darunter Solyndra und Soltecture.