Jobforum der electronica Langweiliger und unsicherer Job ohne Perspektive ist Grund zu gehen

Auf dem Jobforum der electronica diskutierten Vertreter von Analog Devices, EnOcean, Rohde & Schwarz, Sharp Electronics und Schuh-Eder Consulting über das spannende Thema »Wann ist es Zeit zu gehen? Argumente für einen Stellenwechsel!«

Doch was wünschen sich Arbeitnehmer? Und wie stellen sich Arbeitgeber auf, um attraktiv zu sein? Um ihre Mitarbeiter zu halten? Moderatorin Christine Demmer, freie Redakteurin von Markt&Technik und der Süddeutschen Zeitung, fragte genau nach:

Die EnOcean Alliance, 2001 gegründet, bietet den Angestellten neben Arbeiten in keinen Teams und flachen Hierarchien auch eine Kapitalbeteiligung am Unternehmen an. CEO Markus Brehler meint stolz: »30 von 40 Mitarbeitern sind Anteilseigner. Zudem haben wir wenig Bürokratie und keine Zeiterfassung. Das macht uns attraktiv.«

Analog Devices bietet als eines von verschiedenen Instrumenten eine Jobrotation an, um die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Dies sei ein nachgefragtes Angebot, so Frank Vollmering, Manager Human Resources: »In den vertriebsnahen Ingenieursbereichen trägt eine Jobrotation dazu bei, dass die Mitarbeiter für Prozesse in anderen Bereichen ein größeres Verständnis aufbringen und gleichzeitig ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern.«

Auch die Stichworte Innovation und Arbeitsplatzsicherheit stehen bei Vollmering ganz oben auf der Attraktivitätsagenda. Dennoch sei es so, »dass es immer einen ganzen Blumenstrauß von Gründen gibt, wenn sich jemand entschließt, das Unternehmen zu verlassen.« Doch was sind die Hauptgründe?

Hauptgründe für einen Jobwechsel

Bei einer auf der electronica durchgeführten Umfrage von dem Elektronik-Karriereportal semica.de als Veranstalter der Podiumsdiskussion wurden insgesamt 2356 Besucher nach den Gründen gefragt, ihr Unternehmen zu verlassen. Ergebnis: Die meisten wünschen sich einen sicheren Arbeitsplatz. Wenn diese Sicherheit nicht gegeben ist, würden sie wechseln wollen. Platz 2: inkompetentes Management. Das heißt umgekehrt, gute Führungskräfte sind ein Grund, zu bleiben. Platz drei: wenn der Job keine Möglichkeit der Work/Life-Balance bietet.

Die Arbeitsplatzsicherheit spielt eine sehr große Rolle, da sind sich alle Diskussionsteilnehmer einig. Doch im Gegensatz zu früher bedeute ein großes Unternehmen nicht automatisch mehr Sicherheit, hat Michael Köhler von Schuh-Eder Consulting in letzter Zeit beobachten müssen. Denn auch die großen Konzerne entlassen zunehmend Leute, wenn nötig.