VDI-Zahlen Ingenieurlücke im Juli um 12 Prozent zurückgegangen

Im Juli lag die Ingenieurlücke bei fast 31.000 Personen. Das sind gegenüber dem Vormonat rund 12 Prozent weniger. Das zeigt der Ingenieurmonitor des VDI.

Die Zahl der arbeitslosen Ingenieure insgesamt lag mit 26.200 weiter auf einem niedrigen Niveau, die Zahl aller offenen Ingenieurstellen sank auf 55.000. »Die Wirtschaftskrise zeigt weiter ihre Auswirkungen auf dem Ingenieurarbeitsmarkt. Die Unternehmen sind deutlich zurückhaltender geworden, was die Stellenausschreibungen betrifft«, erklärte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs.

Die größte Ingenieurslücke zeigt sich mit 14.200 Personen bei den Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren. Die Lücke bei den Elektroingenieuren lag bei knapp 7700 Stellen und damit 12 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. So gab es im Juli 11.604 offene Stellen in diesem Bereich und 3923 arbeitlose Elektroingenieure. Gegenüber Juli 2008 ist diese Lücke sogar um 50,4 Prozent geschrumpft.

Baden-Württemberg wies mit 6300 Ingenieuren die größte Lücke auf – gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 5700 Personen.

In Bayern hielt sich die Lücke bei den Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren im Juli mit 1589 Personen auf konstantem Niveau. Bei den Elektroingenieuren lag die Zahl bei 1339. In Folge der Wirtschaftskrise schrumpfte die Ingenieurlücke in Bayern insgesamt um ca. 12 Prozent auf 4227 Personen.

»Diese Zahlen sind allerdings Momentaufnahmen. Die Aufgabe von Politik und Wirtschaft ist es, an die Zeit nach der Krise zu denken und die Weichen jetzt zu stellen«, warnt Fuchs. Die überalternde Gesellschaft stellt eine Herausforderung für den Ingenieurarbeitsmarkt dar, denn die Absolventenzahlen der kommenden Jahre können den Bedarf aufgrund des altersbedingten Ausscheidens von Ingenieuren nicht decken. Hinzu kommt, dass der Anteil der Ingenieure an der Gesamtzahl aller Beschäftigten kontinuierlich ansteigt.