Nominierung Ingenieurin glänzt mit "Industrie 4.0"-Masterarbeit

Melanie Gallinat mit ihrem Mentor Dr. Markus Köster, Technologieentwickler bei Weidmüller.
Melanie Gallinat mit ihrem Mentor Dr. Markus Köster, Technologieentwickler bei Weidmüller.

Die Weidmüller- Ingenieurin Melanie Gallinat ist für den "Innovationspreis der Automatisierungsindustrie 2014" der SPS/IPC/DRIVES nominiert. Thema ihres Beitrags: IT-Sicherheit im Umfeld der Industrie 4.0.

Noch keine Auszeichnung, aber immerhin schon eine große Anerkennung: Melanie Gallinat ist ehemalige Dualstudentin bei Weidmüller und dort heute als Pateningenieurin tätig.

"Ziel der Industrie 4.0 ist unter anderem, mit Hilfe der Sammlung und Verarbeitung riesiger Datenmengen Produktionsprozesse effizienter zu gestalten", erklärt die 25-Jährige. Der Computer spielt hierbei eine große Rolle: Die Vernetzung von Automatisierungskomponenten erfordert Informationssicherheit, um Datenklaus oder Datenmanipulation zu verhindern. "Das Thema IT-Sicherheit treibt nicht nur die Automatisierungsindustrie um sondern die gesamte Gesellschaft, somit hat meine Arbeit auch einen starken Praxisbezug", so Gallinat.

2008 nahm sie ihr duales Studium bei Weidmüller auf. Die Hälfte der Zeit absolvierte sie bei Weidmüller eine Ausbildung zur Mechatronikerin, die andere Zeit lernte sie in an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo für ihren Bachelor-Abschluss in Elektrotechnik. Für ihren anschließenden Master änderte sie das Studienfach: ab 2012 studierte sie in Lemgo Informationstechnologie, ging außerdem für ein Semester ins schwedische Halmstad.

Der Wechsel des Studienfachs war nur scheinbar eine Veränderung: "Mit einer Ausbildung in der Industrie, und dem Studium in der Elektrotechnik und der Informationstechnologie sind die tragenden Säulen der Industrie 4.0 inhaltlich abgedeckt", erklärt Dr. Markus Köster, Technologieentwickler bei Weidmüller, der im Rahmen des hauseigenen Mentorenprogramms Melanie Gallinat in ihrem Masterstudium begleitete.

Ende November wird sich im Rahmen eines Kongresses auf der Messe SPS/IPC/DRIVES entschieden, ob Melanie Gallinat die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung mit nach Detmold bringt.

Im letzten Jahr erhielt den ersten Preis Werner Kraus, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IPA, für seine Untersuchungen zur "Energieeffizienz von Seilrobotern". Sein Beitrag umfasst ein neues Verfahren: Durch die Reduktion von Seilkräften lassen sich der Energieverbrauch um 20 Prozent senken und die Seilmechanik schonen.