Inflation frisst Gehaltsplus auf

Die Gehälter der leitenden Angestellten in Deutschland sind im Vergleich zu 2007 um 3,6 Prozent gestiegen. Aufgrund der hohen Inflationsrate haben die Führungskräfte unterhalb der Geschäftsführung aber meist nur wenige Euro mehr im Portemonnaie als 2007.

Durchschnittlich 100.000 Euro verdienen leitende Angestellte der zweiten Ebene im Jahr, während ihre Kollegen auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung Jahresgesamtbezüge in Höhe von 131.000 Euro erhalten. Das entspricht einer Steigerung um 4,8 Prozent gegenüber 2007. »Die Grundgehälter steigen nur leicht oder fallen sogar. Stattdessen wird die leistungsabhängige Zusatzvergütung immer wichtiger«, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Kienbaum hat für seine Erhebung 510 Unternehmen befragt und die Gehaltsdaten von 5630 Führungskräften erhoben. Dabei reicht die Spanne von weniger als 50.000 Euro bis zu weit mehr als eine halbe Million Euro. Die Vergütung der meisten Führungskräfte liegt jedoch eng beieinander: 43 Prozent erhalten zwischen 50.000 und 100.000 Euro, 37 Prozent zwischen 100.000 und 150.000 Euro. Nur 17 Prozent werden höher vergütet. Spitzenreiter in der Gehaltsrangliste ist die kaufmännische Gesamtleitung: Führungskräfte in dieser Position erhalten durchschnittlich 157.000 Euro pro Jahr.

Im Verkaufsinnendienst werden leitende Angestellte hingegen im Durchschnitt nur mit 85.000 Euro bezahlt. Die Größe des Unternehmens beeinflusst die Gehaltshöhe: In Firmen mit einem Umsatz von 25 bis 50 Millionen Euro erhalten leitende Angestellte der ersten Ebene durchschnittlich 108.000 Euro im Jahr, während eine Tätigkeit auf derselben Hierarchieebene in Unternehmen mit einem Umsatz von 500 bis 1.500 Millionen Euro mit 162.000 Euro jährlich entlohnt wird.