Neue Erstsemester-Zahlen Elektrotechnik: Lieber Uni als FH

Elektrotechnik ist bei Studienanfängern weiterhin beliebt, meldet der VDE mit Blick auf die neuen Erstsemesterzahlen.
Elektrotechnik ist bei Studienanfängern weiterhin beliebt, meldet der VDE mit Blick auf die neuen Erstsemesterzahlen.

Derzeit erscheint das Elektrotechnik-Studium an einer Universität vielen attraktiver als an einer Fachhochschule, das zeigen neue Erstsemester-Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Zahl der Studienanfänger insgesamt ist im Fach Elektrotechnik/Informationstechnik im Vergleich zum Vorjahr mit 17.400 gleich geblieben. Das meldet der VDE mit Bezug auf erste Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Allerdings haben sich die Präferenzen verschoben: Für ein Studium der Elektrotechnik/Informationstechnik an einer Fachhochschule entschieden sich 4,3 Prozent weniger in diesem Wintersemester. Dafür sind nun 4,6 Prozent mehr Erstsemester an einer Universität für das Fach immatrikuliert.

»Uns überrascht das gleichbleibend hohe Niveau der Erstsemester in der Elektrotechnik nicht«, kommentiert VDE-Arbeitsmarktexperte Dr. Michael Schanz die Entwicklung. Seit Jahren erweise sich der Arbeitsmarkt für Ingenieure und Ingenieurinnen der Elektrotechnik als stabil.

Die Arbeitslosenquote für Elektroingenieure liegt bundesweit auf einem stabilen und niedrigen Niveau von unter 2,5 Prozent.

Eine Umfrage unter den Mitgliedern des VDE-Ausschusses »Studium Beruf Gesellschaft« hat ergeben, dass Absolventen oftmals bereits vor Abschluss des Studiums einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben. Die Dauer der Sucharbeitslosigkeit bis zur ersten Anstellung nach Abschluss des Studiums beschränkt sich auf wenige Monate.

Der VDE erwartet, dass sich das Niveau halten wird. Dafür sprechen seiner Ansicht nach mehrere Faktoren: die mittelfristig ansteigende Anzahl von aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Elektroingenieuren sowie der zu erwartende Zusatzbedarf aufgrund neuer Technologien wie Industrie 4.0, dem Internet der Dinge oder E-Mobility.