Einstiegsgehälter: Bachelor, Master und Diplom gleichen sich an

Die Gehaltsunterschiede zwischen Universitäts- und Fachhochschulabsolventen haben in den vergangenen Jahren abgenommen. Wie eine Untersuchung von Kienbaum zeigt, wird der Master analog dem Universitätsabschluss und der Bachelor analog dem Fachhochschulabschluss vergütet.

Im Schnitt verdient ein Bachelor-Absolvent zu Beginn seiner Karriere 39.000 Euro, das Gehalt eines Master liegt um 3.000 Euro höher. Das Einstiegsgehalt eines Ingenieurs mit Fachhochschulabschluss beträgt heute durchschnittlich 41.000 Euro im Jahr, der Universitätsabschluss wird mit lediglich 2.000 Euro mehr honoriert. 2004 betrug der Unterschied noch 3.000 Euro.

Neben dem akademischen Grad sind vor allem die Zusatzqualifikationen für die Höhe des Einstiegsgehalts entscheidend: Praktika, Auslandserfahrungen und gezielt gewählte, zum Berufswunsch passende Studienschwerpunkte. Solche »High Potentials« können vergleichsweise hohe Gehälter beim Berufseinstieg erwarten: Ihre Leistung wird durchschnittlich mit 45.000 bis 50.000 Euro im Jahr vergütet. »Ein noch höheres Gehalt ist realisierbar, wenn ein High Potential einen Master of Business Administration (MBA) vorweisen kann. Dieser Abschluss kann das Einstiegsgehalt um bis zu 10.000 Euro steigern«, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Der Master-Abschluss wird im Vergleich zum Bachelor und zur Promotion nahezu branchenübergreifend bevorzugt. Doch die Chancen für Berufseinsteiger mit Bachelorabschluss haben sich erheblich verbessert, so Näser, besonders in den Branchen Handel, produzierendes Gewerbe und Bau/Immobilien.