Arbeitsmarkt Digitalisierung treibt Trend zur Höherqualifizierung voran

Industrie 4.0 ist auch auf der diesjährigen SPS IPC Drives ein Thema. Erstmals bietet die SPS IPC Drives in Halle 3A die "Industrie 4.0 Area".

Bleibt der Mensch in Zukunft wichtiger als die Maschine? Davon zeigt sich das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer neuen Studie überzeugt. In absehbarer Zeit drohe kein Jobverlust, im Gegenteil: Der Bedarf an Fachkräften soll weiter steigen.

Erste Auswertungen des IW-Personalpanels zeigen demnach, dass nur jedes zehnte Unternehmen, das digital stark aufgestellt ist, kurzfristig Jobs abbauen will.

Gut ein Drittel der Unternehmen plane hingegen, innerhalb eines Jahres mehr Mitarbeiter einzustellen.

Auch auf fünf Jahre gesehen will ein Großteil der Firmen laut Panel-Befragung eher neue Arbeitsplätze schaffen als abbauen. Davon profitierten laut IW insbesondere Fachkräfte mit einer abgeschlossenen beruflichen Aus- oder Fortbildung sowie Akademiker.

Lediglich einfache Tätigkeiten stehen relativ häufig auf dem Prüfstand.

Dies sei aber auch in den Unternehmen zu beobachten, in denen die Digitalisierung noch kein Thema ist, sagt Andrea Hammermann, Arbeitsmarktexpertin des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

»Die Digitalisierung wird Menschen mit ihren vielfältigen, flexiblen Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht ersetzen, treibt aber den Trend zur Höherqualifizierung der Mitarbeiter weiter voran.«

Die Studie des IW wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.