Repräsentative Bitkom-Studie Arbeitgeberbewertungen sind das Zünglein an der Waage

Arbeitgeberbewertungen fließen in die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber ein. kununu&Co. sollten daher in ihrer Wirkung auf Bewerber nicht unterschätzt werden.
Arbeitgeberbewertungen fließen in die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber ein. kununu&Co. sollten daher in ihrer Wirkung auf Bewerber nicht unterschätzt werden.

Wie ein Unternehmen von den Beschäftigten beurteilt wird, kann große Auswirkungen darauf haben, ob sich ein geeigneter Kandidat für einen Job bewirbt oder nicht. Das zeigt eine neue, repräsentative Umfrage des Bitkom.

Drei von zehn Internetnutzern (29 Prozent) informieren sich im Netz auf Portalen wie kununu oder meinchef.de darüber, wie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ein Unternehmen bewerten.

Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der wechselwilligen Interessenten wurden durch die Berichte und Noten in ihrer Entscheidung beeinflusst.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) wurde dabei in ihrer Entscheidung für ein Unternehmen bestärkt. 47 Prozent haben sich danach allerdings gegen das Unternehmen als Arbeitgeber entschieden.

»Unternehmen sollten beobachten, was und wie auf Online-Bewertungsportalen und in Sozialen Netzwerken über sie geschrieben wird. Die Einschätzung von Mitarbeitern hat für Bewerber ebensolche Bedeutung wie eine aufwändig gestaltete Karriere-Webseite des Unternehmens«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Dem großen Interesse an den Ratings anderer Arbeitnehmer steht eine relativ große Zurückhaltung bei eigenen Bewertungen gegenüber. Den eigenen Arbeitgeber benoten deutlich weniger Internetnutzer. Nur knapp jeder Sechste (17 Prozent) hat schon einmal online eine Bewertung hinterlassen.

Die repräsentative Umfrage wurde von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt. Dabei wurden 803 Internetnutzer befragt.