Josef W. Floßmann: „Ich versuche es Reich-Ranicki heimzuzahlen“

next!, der Media-Informationsdienst der Herzen, berichtet nicht nur für, sondern auch über Mediaentscheider. Wir sind ja unter uns. Diesmal stellt next! ganz persönliche Fragen an Josef W. Floßmann, Director of Commercial Marketing Europe, bei Keithley Instruments in Germering.

next!: Welche Headline würden Sie gerne mal in der Markt&Technik lesen?
Josef W. Floßmann: Josef Floßmann 5 Millionen im Lotto gewonnen!

next!: Wie heißt Ihre absolute Lieblings-TV-Sendung?
Josef W. Floßmann: „Tierarzt Dr. Engel“. Beste Heile-Welt-Unterhaltung in heutigen schwierigen Zeiten!

next!: Gab es in Ihrer Kindheit eine Fernsehserie, die Sie besonders fasziniert hat?
Josef W. Floßmann: Das war nicht wirklich eine Serie, sondern ein Film aus den frühen 60ern, der mich außerordentlich beeindruckt hat und den ich leider nie mehr gesehen habe: „Peterchens Mondfahrt“. Als Serien mochte ich „Mini Max“, „Immer wenn er Pillen nahm“ oder „Bezaubernde Jeannie“.

next!: Welches Buch lesen Sie derzeit?
Josef W. Floßmann: Ich versuche es Reich-Ranicki nach seinem denkwürdigen Fernsehpreis-Auftritt heimzuzahlen und lese nicht mehr.

next!: Seit 1991 wird das „Unwort des Jahres“ ermittelt. Herr Floßmann, wie lautet Ihr persönliches derzeitiges Unwort?
Josef W. Floßmann: Wie wahrscheinlich für viele „Finanzkrise“.

next!: Sie sind ja bekanntermaßen auch sehr bewandert in Statistik. Wie hoch sehen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass der FC Bayern München auch 2009 wieder deutscher Fußball-Meister wird?
Josef W. Floßmann: Da hat´s der Statistiker doch leicht. 100 Prozent.

next!: Haben Sie noch einen Schallplattenspieler zu Hause?
Josef W. Floßmann: Aber ja! Ich habe immer vor, alle meine Schellacks zu digitalisieren, scheue aber immer wieder den Aufwand. Ähnlich wie mit Super-8.

next!: Wenn Sie drei Tonträger mit auf die berühmte einsame Insel mitnehmen dürften, welche wären das?
Josef W. Floßmann: Erstmal ein solarzellenbetriebenes Weltempfänger-Radio, um auf dem Laufenden zu bleiben und um zu checken, ob meine Statistik stimmt (siehe oben). Musikalisch die Alben „Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd und „Songs of Love and Hate“ von Leonard Cohen.

next!: Stellen Sie sich vor, Sie hätten an einem Abend Tickets für „The Who“, die „Rolling Stones“ und „Deep Purple“. Auf welches Konzert würden Sie gehen?
Josef W. Floßmann: Schwierige Frage! Die Stones mag ich, bin aber nicht unbedingt ganz großer Fan, was die Musik betrifft. Eher Respekt vor der Lebensleistung. Die Who finde ich super und durchaus anspruchsvoll. Auf Deep Purple stehe ich wegen des Rhythmus´. Da geht´s schon richtig ab. „Child in Time“ hätte ich schon ganz gerne mal live gehört. Also letztendlich Deep Purple.

next!: Aus welchem Land kommt Ihr Auto?
Josef W. Floßmann: DE – im engeren BY-MUC. Schon seit vielen Jahren.

next!: Was ist Ihr Leibgericht?
Josef W. Floßmann: Schwierig. Ich koche und esse gerne. Alles steht und fällt mit der Qualität der Zutaten. Eigentlich mag ich mit Vorliebe die Klassiker: Ein geschmortes italienisches Osso Bucco mit Pasta ist eine Sensation. Ein gutes Wiener Schnitzel mit Gurken-/Kartoffelsalat kann etwas Traumhaftes sein. Oder ein im Ofen geschmorter Rehrücken mit Spätzle, Blaukraut und Selleriesalat. Oder mit Zwiebeln, Senf, Sauerkraut, Speck und einer Debreziner gefüllte Rindsrouladen mit leichtem Kartoffelpürree. Fisch in allerlei Zubereitung. Oder, oder….

next!: Haben Sie einen persönlichen Lieblingswitz?
Josef W. Floßmann: Nein, ich mag eigentlich Witze nicht sehr und bin auch als Erzähler nicht geeignet.
Ich versuche mich fernzuhalten von Situationen, wo Leute anfangen, Witze zu erzählen, nicht mehr damit aufhören („…oder kennst Du noch den:…“ – woher soll ich das wissen? Am besten immer gleich sagen „Ja, kenne ich schon“), und schließlich selbst am lautesten darüber lachen.

Das Interview führte Matthäus Hose.
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