Innovationsstarke Elektroindustrie

Die Elektroindustrie gehört zu den innovativsten Wirtschaftsbranchen. Treibende Kraft sind verkürzte Produktlebenszyklen. Kostenreduktion und Qualität sind wichtige Innovationsziele.

Das ZEW (Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung GmbH) hat jetzt die Ergebnisse der deutschen Innovationserhebung 2006 vorgestellt.

Demnach investierte die deutsche Elektroindustrie im Jahr 2005 13,1 Mrd. Euro in neue Entwicklungen. Der Umsatzanteil dieser Innovations-aufwendungen lag bei 8,3 Prozent und war damit so hoch wie noch nie.

Der Umsatzanteil neuer Produkte (Produkte, die nicht älter als drei Jahre sind) lag bei 43 Prozent. Nur im Fahrzeugbau ist dieser Anteil mit 56 Prozent höher. Diese steigende Zahl ist ein Indiz für die seit Mitte der 90er Jahre verkürzte Produktlebenszeit.
46 Prozent der Unternehmen führten im Jahr 2005 Prozessinnovationen ein, 38 Prozent konnten dadurch Kosten reduzieren und 36 Prozent die Qualität steigern. Das sind über 10 Prozent höhere Werte als im Jahr 2004.

Der Anteil der Unternehmen, die Forschung und Entwicklung betrieb ist im Jahr 2005 leicht gesunken. Mit 68 Prozent der Unternehmen liegt die Elektroindustrie im Branchenvergleich trotzdem noch weit vorn. Dabei ist auch zu beobachten, dass die Anzahl der Unternehmen mit kontinuierlicher Forschung (50 Prozent) zunimmt, während der Anteil der gelegentlich forschenden Unternehmen abnimmt.