Immer leistungsfähiger - die USB-Boxen, Digitizer und PC-Karten

USB-Messboxen, Digitizer und PC-Karten stellen für viele Fälle eine gute Alternative zum Stand-alone-Oszilloskop dar, weil sie die rechenintensive Arbeit auf einen leistungsfähigen PC-Prozessor übertragen. Hier einige der aktuellen Neuheiten.

Gerade bei den USB-Scope-Boxen gibt es Neues: Die PC-Oszilloskope SCOPEin@BOX (Bild 1) im Programm von Chauvin-Arnoux wurden von der Oszilloskopserie MTX Compact abgeleitet und sind Scopes mit FFT-Analyse, Oberschwingungsanalyse und Recorder. Der Typ MTX 1052 hat zwei Eingangskanäle, das MTX 1054 ist ein Vierkanal-Gerät. Beide Modelle verfügen über eine Bandbreite bis 150 MHz, ihre Abtastrate beträgt 200 MS/s im Single-shot-Betrieb und 100 GS/s bei repetitiven Signalen. Weiterhin verfügen sie über praxisgerechte Triggermöglichkeiten und die SPO-Anzeigetechnik mit Nachleucht-Funktion.

Mathematik-Funktionen sowie xy- und FFT-Betrieb und die Recorder-Funktion sind charakteristisch für diese handlichen Boxen, die vom PC aus per Software und USB-Schnittstelle bedient werden und die ihre Anzeigedaten auch über diese Schnittstelle an den PC schicken. Der Export der Messergebnisse in Excel oder der Ausdruck in Word sind per Mausklick möglich. Dank des eingebauten Web-Servers hinter der Ethernet-Schnittstelle kann das Oszilloskop auch über das Netz ferngesteuert werden; auch lassen sich Dateien über FTP-Download weltweit austauschen.

Die neuen handtellergroßen PC-Oszilloskop-Boxen der Serie 2200 von Pico Technology für den Anschluss an die USB- Schnittstelle eines PCs liegen preislich im Low-Cost-Sektor (231 bis 428 Euro). Dennoch haben die kleinen Boxen (Bild 2) vor allem für Übersichtsmessungen oder im Service-Bereich einiges zu bieten: Es handelt sich bei ihnen eigentlich um Kombinationsgeräte, bestehend aus 2-Kanal-Digitalspeicher-Oszilloskop, Spektrumanalyzer, Vielfach-Messwert-Anzeiger, Datenlogger und Arbitrary Waveform Generator (AWG). Die drei Varianten der Serie (2203, 2204 und 2205) unterscheiden sich in der Bandbreite (5 bis 25 MHz), in der Single-Shot-Abtastrate (40 bis 200 MS/s), in der Pufferspeicher-Größe (8 bis 16 kS/Kanal) und in den Trigger- Modi. Allen drei gemeinsam sind 8 bit Amplituden-Aufösung, ein Dynamikbereich von 48 dB, Zwischenspeicher-Möglichkeit für max. 1000 Kurvenformen und ein Fehler von 3%.

Eine externe Spannungsversorgung oder Batterien sind nicht erforderlich, da die Messgeräte über die USB- Schnittstelle des PCs gespeist werden. Der interne Signalgenerator kann Standard- Kurvenformen aus einer Sammlung von gespeicherten Kurvenformen erzeugen, man kann auch seine eigenen Kurvenformen mit dem eingebauten Arbitrary Waveform Generator definieren. Die mitgelieferte Software ist dieselbe wie für die größeren Scopes dieses Unternehmens; ebenfalls im Lieferumfang befindet sich die PicoLog-Software für die Aufzeichnung von Messdaten über lange Zeiträume hinweg.