IMEC: Neue Fertigungsprozesse für Solarzellen mit hoher Wirtschaftlichkeit

»Unser IIAP-Programm ist vor allem dafür vorgesehen, innovative Fertigungsprozesse für neue Generationen von Silizium-Solarzellen zu entwickeln«, erklärt Jef Poortman, Direktor des Programms Solar+ bei IMEC.

»Dazu arbeiten Hersteller wie auch Material-Lieferanten und Ausrüstungs-Anbieter mit den Solar-Experten für moderne Prozesse bei IMEC zusammen und testen diese auf unserer Pilot-Linie«, so Poortman weiter.

Das bereits gestartete IIAP (Industrial Affiliation Program) von IMEC ist ein privat-öffentliches F+E-Programm mit mehreren Partnern, dessen Ergebnisse die Entwicklung kristalliner Solarzellen beschleunigen, die Fertigungskosten senken und den Silizium-Bedarf pro Watt halbieren sollen. Durch Untersuchung von Wafer-basiertem Silizium und Epitaktischen Zellen werden Wirkungsgrade um 20 Prozent herum erwartet.

Als integraler Bestandteil des Solarzellen-Programms von IMEC gilt die Entwicklung einer Pilotlinie nach dem aktuellen Stand der Technik, mit der die IIAP-Partner in einer industrienahen Umgebung Untersuchungen zur Entwicklung neuartiger Prozesse zur Solarzellen-Fertigung durchführen können. Dies ermöglicht eine wirtschaftliche Übertragung der Ergebnisse direkt auf ihre Fertigungslinien. Das IIAP-Programm von IMEC wird von der flämischen Regierung unterstützt, die 8,7 Mio. Euro für den Aufbau der Pilotlinie bereitstellt.

Dass Unternehmen Bedenken gegenüber solchen Partner-Programmen haben, weil ihnen die Möglichkeit zur Differenzierung verloren gehen könnte, ist Poortman bekannt, dementsprechend fährt er fort: »Das neue IIAP von IMEC führt Forschungsarbeiten an monokristallinen Referenz-Substraten durch, deren Ergebnisse von den Partnern an ihre eigenen Substrate leicht angepasst werden können.«

Auf der kommenden 24. Europäischen Fotovoltaik-Solarenergie-Konferenz und Ausstellung vom 21. bis 25.9.2009 in Hamburg wird IMEC eine ganze Reihe neuer Partner seines Industriepartnerprogramms IIAP (Industrial Affiliation Program) für Silizium-Solarzellen vorstellen. Dazu gehören MEMC Electronic Materials, Leybold Optics Dresden, Roth & Rau und Mallinckrodt Baker. Außerdem werden die neuesten Forschungsergebnisse zu Silizium-Solarzellen vorgeführt (Stand B4U/17). Ebenso präsentiert IMEC seine Technologie der organischen Solarzellen, die im Sprühverfahren hergestellt werden. Damit lassen sich durchgängig in der Flüssigphase Polymer-Solarzellen und gestapelte Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad fertigen.