Im Zeitraffer zum FBDi

In vier Jahren hat sich der Fachverband Bauelemente Distribution e.V. (FBDi) als Interessenvertretung der Distributoren, als Diskussionsplattform für Markttrends und als Zahlenlieferant für die Öffentlichkeit weit über Deutschland hinaus etabliert. Ein Muss für alle Bauelemente-Distributoren.

In vier Jahren hat sich der Fachverband Bauelemente Distribution e.V. (FBDi) als Interessenvertretung der Distributoren, als Diskussionsplattform für Markttrends und als Zahlenlieferant für die Öffentlichkeit weit über Deutschland hinaus etabliert. Ein Muss für alle Bauelemente-Distributoren.

Über einen Mangel an Zuspruch kann sich der FBDi auch nach vier Jahren nicht beklagen. Der Fachverband Bauelemente Distribution hat sich seit seiner Gründung zu einer Institution in der deutschen Elektroniklandschaft entwickelt. 24 Miglieder, darunter alle Größen in der Distributionsbranche samt ihren Tochterfirmen, repräsentieren eine jährlichen Umsatz von über 2,5 Mrd. Euro, was mehr als zwei Drittel des deutschen Bauelemente-Distributionsmarktes darstellt. Aber Größe allein hilft in dieser Industrie nichts – Präsenz und Positionierung sind ebenso wichtig. Was macht der FBDi? Was will er?

Zunächst ging es den Gründungsmitgliedern um einige fundamentale Dinge – die Erstellung einer regelmäßigen Statistik, die die Entwicklung des Distributionsmarktes erfasst; dann um ein Diskussionsforum für Trends und Probleme, für die Lösungen im Sinne der Kunden gefunden werden müssen – Umweltthemen aber auch Fragen der Produkthaftung; schließlich auch um Fragen wie Mitarbeiterausbildung und Entwicklung. Und zu guter Letzt um das was einen Verband heutzutage weitgehend definiert – die Interessensvertretung gegenüber offiziellen Stellen.

Da dies ein Unternehmen selten allein bewältigen kann und die Probleme – siehe Umweltrichtlinien – oft die gleichen sind, ist der FBDi für die heutigen – und zukünftigen – Mitglieder die geeignete Plattform um die eigenen Positionen der Distributionsindustrie zu definieren und sowohl intern als auch extern umzusetzen – sei es nun durch Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe der Fachpresse oder in direktem Kontakt mit Behörden oder Ministerien.

Doch der Reihe nach: Mit einem fulminanten Start in seine Aktivitäten holte der FBDi praktisch 30 Jahre nach – Deutschland war der einzige große Markt in Europa, der vor 2003 keinen Bauelemente-Distributionsverband wie AFDEC (UK), SPDEI (Frankreich) oder ASSODEL (Italien) besaß. Der FBDi war überfällig. Aber nicht zum Selbstzweck, sondern zur Positionierung der Distribution innerhalb der Wertschöpfungskette. Und das beginnt in der Regel mit der Ermittlung des eigenen Marktgewichts.

Mit der Erstellung der FBDi-Distributionsmarkt-Statistik im Jahr 2003 konnte erstmals quartalsweise die Entwicklung des Marktes nach Produktklassen und –gruppen aufgezeigt werden, vom Umsatz und vom Auftragseingang, so dass zumindest ein kleines Projektionsfenster über die künftige Marktentwicklung entstand. Die Statistik zeigte: 2,5 Mrd. Euro an Bauelementeumsatz extrapoliert auf den gesamten deutschen Distributionsmarkt bedeuten, dass die deutsche Bauelemente-Distribution rund 4 Mrd. Euro pro Jahr liefert. Bei einem Gesamtmarkt von etwas über 17 Mrd. Euro stellt die Distribution also ein knappes Viertel des Marktes – bei gleichzeitiger Betreuung von 95 Prozent aller Kunden! Nur zum Vergleich: Diese 4 Mrd. Euro stellen rund ein Drittel des europäischen Distributionsmarktes dar und entsprechen dem kombinierten Distributionsmarkt von UK, Italien und Frankreich, den drei anderen »großen« Märkten in Europa.