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Leserbrief zum Thema: Elektromobilität

"Batteriegetriebene Autos sind ein Hype, der sich spätestens dann verflüchtigen wird, wenn sich herumgesprochen hat, nach wie viel bzw. wie wenig Kilometern die Batteriekapazität auf 50 Prozent gesunken ist. Flüssigkraftstoffe und Hubkolbenmotoren haben die längste Entwicklungszeit hinter sich; die Infrastruktur ist flächendeckend vorhanden. Der Quotient aus Reichweite und Gewicht ist ungeschlagen.

Tatsache ist jedoch, dass die Ölförderquote weltweit nicht mehr gesteigert werden kann. Vor diesem Hintergrund ist es falsch, das verbleibende Erdöl (steuerlich gefördert) zu verheizen. Das gehört schlicht verboten. Stattdessen müssen wir das Erdöl für diejenigen Einsatzzwecke reservieren, wo es unersetzlich ist, vornehmlich die Kunststoffproduktion, den Straßenbau und den Kraftfahrverkehr.

Wer nach klimaneutralen Antrieben sucht - auch der Treibhauseffekt wird bis in 20, 30 Jahren aus der Mode gekommen sein -, soll sich um Flüssigkraftstoff aus Kompostierung und anderen Recyclingverfahren bemühen. Nutztierflatulenzen und Joghurtbecher sehe ich als gute Kandidaten.

Ich gebe dem Elektroantrieb nicht mehr Chancen als dem Wankelmotor: In einigen Nischen wird er sich etablieren. Vielleicht auch im Kleinstwagenbereich. Ganz im Ernst: Wer jetzt schon mit 2,5-Tonnen-SUV herumfährt, kann nicht noch eine Tonne Batterie gebrauchen. Allein schon wegen der Einsturzgefahr von Brücken und Parkhäusern."

Peter Steinbrueck, Stuttgart

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