Höhere Wiederverwendbarkeit durch komponentenorientierte Programmierung

Mit ihrer Entwicklungssoftware will die Firma SoftComponents aus Recklinghausen die Wiederverwendbarkeit von Embedded-Software-Teilen deutlich erhöhen. Wir fragten Geschäftsführer Thomas Klöker über die embedded world und die Zukunft seines Unternehmens.

Waren Sie schon mal auf einer embedded world und was erwarten Sie?

Dies ist unsere erste Messe als Aussteller. Wir erwarten uns neue Kontakte zu potenziellen Kunden sowie zu möglichen strategischen Partnern.

Wie lange gibt es Ihr Unternehmen schon?

Wir sind seit Anfang 2008 dabei, unser Produktportfolio aufzubauen, und werden 2009 die kommerzielle Markteinführung unserer Produkte erreichen.

Welche Produkte bieten Sie an? Was ist die Kernkompetenz Ihres Unternehmens?

Wir haben eine neuartige, extrem Ressourcen sparende Komponententechnologie für Embedded Software entwickelt. Wir bieten Entwicklungswerkzeuge zur komponentenorientierten Programmierung von Embedded Software sowie damit entwickelte, fertige, ausgetestete Softwarekomponenten an.

Was bieten Sie, was andere Unternehmen bzw. die großen Hersteller nicht können?

Wir bieten einen innovativen Ansatz, die Wiederverwendbarkeit von Embedded-Software-Teilen drastisch zu erhöhen, um so in Zukunft Embedded Software schneller und kostengünstiger entwickeln zu können. Herausragendes Merkmal unseres Ansatzes ist die Vermeidung jeglichen zusätzlichen Ressourcenverbrauches verbunden mit der Möglichkeit zur generischen Konfiguration jeder damit erstellter Softwarekomponente. Diese Kombination macht die Anwendung unserer Technologie insbesondere auch auf leistungsschwächeren Embedded Systems sowie für Entwicklungen auf der Systemebene besonders attraktiv.

Stellen Sie auf der Messe eine Produkt-Neuheit vor?

Wir werden eine Alpha-Version unseres Kernentwicklungswerkzeuges Composer vorstellen, dass komponentenorientierte Programmierung von Embedded Software mit ihren vielen Vorteilen erstmals auch für kleine 8- und 16-Bit-Mikrocontroller wirtschaftlich tragbar wird.

Welche Pläne haben Sie für die nächsten Jahre?

Wir werden unser Produktportfolio bis Mitte 2010 kontinuierlich ausbauen. Unsere Roadmap sieht vor, dass wir in 2009 die kostenfreie Basic-Edition sowie die kostenpflichtige Standard-Edition unseres Entwicklungswerkzeuges Composer anbieten werden, bis Mitte 2010 dann noch eine Advanced-Edition mit zusätzlichen Features. Darüber hinaus werden wir nach und nach immer mehr zum Teil kostenfreie, zum Teil kostenpflichtige Softwarekomponenten für verschiedene Mikrocontrollerfamilien anbieten.

Schließlich werden wir Ende 2009 oder Anfang 2010 eine offene Internetplattform schaffen, auf der sich Entwickler untereinander die ihre mit unserer Technologie erstellen Softwarekomponenten im Rahmen eines »Component Market Places« anbieten können.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie? Stellen Sie in diesem Jahr mehr Personal ein?

Unser Team besteht aktuell aus fünf Mitarbeitern und wir suchen momentan noch weitere Verstärkung für unsere Entwicklungsmannschaft.

Ist es schwieriger für Sie geworden, Investoren zu finden oder Kredite zu bekommen?

Wir haben seit Mitte letzten Jahres schon eine deutlich stärkere Zurückhaltung seitens potenzieller Investoren festgestellt, so dass wir diese Frage bejahen müssen.

SoftComponents
Halle 9, Stand 9-107b