Hepatitis-C-Erkrankungen frühzeitig diagnostizieren

Roche Diagnostics hat einen Test entwickelt, mit dem sich der Hepatitis-C-Virus (HCV-Antikörper) nachweisen lässt.

Der Test wurde in Europa zugelassen für das Analysegerät »E 170« der Serie »Modular Analytics« und für das Modul »e 601« der »cobas 6000«-Plattform. Das Nachweis-Verfahren läuft bereits auf den Instrumenten »Elecsys 2010« und »cobas e 411«. Die Folgen einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus sind schwere Fibrosen, Zirrhosen und Leberkrebs, die meist tödlich verlaufen. Der Virus wird häufig übertragen durch den Kontakt mit Blut oder Blutprodukten.

Dabei spielt in Entwicklungsländern eine unzureichende Überprüfung von Blutkonserven ebenso eine Rolle wie die Verwendung verseuchter Injektionsnadeln. Eine Infektion verläuft häufig zu Beginn ohne eindeutige Symptome, erst wenn die Anzeichen einer Lebererkrankung auftreten, merken die Betroffenen, dass sie sich angesteckt haben.

Für die Diagnose liefert die erhöhte Anzahl an Leberenzymen einen ersten Hinweis. Der Nachweis von HCV-Antikörpern kann dann die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus bei einem Verdacht auf Lebererkrankung frühzeitig bestätigen.