HDTV: nach „ready“ kommt „full“

Der Markt für HDTV-taugliche Fernsehgeräte wächst stark. Neben „HD ready“ taucht zunehmend auch der Begriff „Full-HD“ auf – ein Qualitätsmerkmal.

„Full-HD“ stellt Fernseh-und Videobilder mit einer tatsächlichen Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten dar. LCD-Bildschirme mit „Full-HD“-Auflösung gibt es bisher in den Größenklassen ab 37 Zoll (94 Zentimeter), Plasma-TVs mit „Full HD“-Ausstattung werden mit Bildschirmdiagonalen ab 42 Zoll (107 Zentimeter) angeboten. Oft sind die „Full HD“-Geräte auch mit einem Logo  gekennzeichnet.

Aber was unterscheidet „Full“ nun von „ready“? Die Qualität der Auflösung, der natürlichen Leuchtkraft und der Farbabstufung: „Ein Gerät, das sich grundsätzlich für die Darstellung von High-Definition-Bildern eignet, erkennt man zweifelsfrei an dem europaweit standardisierten Logo „HD ready’“, sagt Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik). „Diese Kennzeichnung garantiert zum Beispiel auch die nötigen Schnittstellen für Bildsignale aus HDTV-Set-Top-Boxen oder aus HD-Playern. Trägt ein Gerät außerdem noch den Schriftzug „Full HD“, so handelt es sich um einen zusätzlichen Qualitätshinweis, der bei der Anschaffung eine sinnvolle Orientierungshilfe bietet.“

Schon jetzt sind über 70 Prozent aller in Deutschland verkauften LCD- und Plasma-Fernseher „HD ready“. Flachbild-Fernseher mit einer Bildschirmgröße ab 32 Zoll (81 Zentimeter) sind fast ausschließlich „HD ready“.
Ende des Jahres 2006 erreichte der „HD ready“-Gerätebestand in Deutschland bereits 2,5 Millionen Stück, davon knapp 30 000 Stück „Full HD“.

Das superscharfe High Definition-Bild wird im Jahr 2007 mit Dynamik zum wichtigsten Wachstumsmotor der Unterhaltungselektronik. Die gfu erwartet in diesem Jahr ein kräftiges Wachstum bei HDTV-tauglichen Fernsehgeräten um 67 % auf 3,5 Millionen Stück, mit einem Anteil von 200 000 Full HD-Geräten.