ZVEI rechnet mit 16 Prozent weniger Umsatz im Bereich elektronischer Komponenten

Ein verheerendes erstes Quartal hat der deutsche Markt für elektronische Komponenten laut ZVEI hinter sich. Die gute Nachricht dabei: Schlimmer dürfte es nicht mehr werden. Die schlechte Nachricht: Wann es wieder deutlich aufwärts geht, lässt sich nicht vorhersagen.

Der Einbruch im ersten Quartal dieses Jahres war brutal. Im gesamten Komponenten-Bereich sackte der deutsche Markt auf Eurobasis um 34 Prozent weg, auf Dollar-Basis gar um 42 Prozent. »So wie es aussieht, haben wir damit aber den Boden erreicht«, glaubt Dr. Martin Stark, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems.

Er rechnet in den nächsten drei Quartalen mit einer leichten Erholung, so dass unter dem Strich ein Jahresminus von 16 Prozent (auf Eurobasis bezogen) herauskommen dürfte. Allerdings gibt er auch zu, dass dies aus heutiger Sicht eine optimistische Prognose sei. »Nach minus 34 Prozent im ersten Quartal muss sich der Markt jetzt schon deutlich nach oben bewegen, damit die minus 16 Prozent Realität werden.« 

Rückwirkend betrachtet hat der dramatische Einbruch im vierten Quartal des letzten Jahres begonnen. Nachdem im Jahr 2007 nur ein moderater Umsatzrückgang von 1,4 Prozent auf ein Umsatzvolumen von 17,1 Mrd. Euro zu verzeichnen war, verschärfte sich dieser Trend aufgrund des schwachen vierten Quartals 2008. Damit ist der Markt im vergangenen Jahr um gut 8 Prozent auf insgesamt 15,7 Mrd. Euro geschrumpft. Der Abschwung wird sich nach der Prognose der Marktexperten im Jahr 2009 weiter verstärken. Wie gesagt erwartet der ZVEI einen Umsatzeinbruch um 16 Prozent auf gut 13 Mrd. Euro.

Während der Umsatzrückgang in Deutschland im vergangenen Jahr hauptsächlich auf die schwachen Halbleiterumsätze mit einem Minus von 13 Prozent zurückzuführen war, werden im laufenden Jahr alle Bereiche deutlich zurückgehen: Die Spanne bewegt sich zwischen minus 13 Prozent bei elektromechanischen Bauelementen bis minus 23 Prozent bei integrierten Schichtschaltungen. Halbleiter-Bauelemente, die den deutschen Bauelemente-Markt nach wie vor mit einem Anteil von etwa 60 Prozent dominieren, werden um 16 Prozent zurückgehen, so die Prognose der Marktexperten des ZVEI.