ZMD schreibt wieder schwarze Zahlen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Dresdner Analog/Mixed-Signal-Entwickler seinen Umsatz deutlich steigern. Noch im letzten Jahr hatte ZMD Verluste gemacht.

ZMD steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2007 um 23 Prozent auf 55 Millionen Euro. Dabei erzielte das Unternehmen einen Gewinn (EBIT) von 4 Mio. Euro. Im vergangenen Jahr hatte ZMD noch rote Zahlen geschrieben. Außerdem konnte das Unternehmen Schulden abbauen und stellte 30 neue Mitarbeiter ein. Auch in diesem Jahr soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit 240 auf 270 steigen.

Hauptgrund für das Wachstum war die Automobilelektronik, die über 50 Prozent des Umsatzes von ZMD ausmachte. Andere Wachstumsbereiche  waren mobile medizinische Diagnosegeräte und die Automatisierung. 75 Prozent des Umsatzes erzielte ZMD im Ausland.

ZMD-Chef Thilo von Selchow nannte außerdem die Konzentration auf das Kerngeschäft – die Entwicklung von Analog- und Mixed-Signal-ICs – als Grund für die gute Entwicklung. Im Laufe der letzten 3 Jahre hatte sich ZMD von mehreren Unternehmensbereichen getrennt. So ging 2005 etwa die Analytiksparte an SGS Fresenius, die Packaging-Tochter MPD an Silicon Sensors und im Jahr 2007 wurde die Fertigung an X-Fab verkauft.

Von Selchow sagte dazu: »Mit der Trennung von der Wafer-Fertigung haben wir die allgemeine Branchenentwicklung antizipiert. Hintergrund ist, dass Fertigung und Entwicklung unterschiedliche Geschäftsmodelle voraussetzen. Nahezu alle Halbleiterunternehmen haben inzwischen damit begonnen, sich entsprechend auszurichten.«

Auch im nächsten Jahr will ZMD weiter wachsen und den Umsatz auf 60 Mio. Euro erhöhen.