ZMD: Einsparungen sind unumgänglich

ZMD will Kosten in Höhe von 10 Mio. Euro sparen und in diesem Zuge auch Mitarbeiter entlassen. Wie viele Mitarbeiter davon betroffen sind, entscheidet sich im Verlauf der nächsten Woche.

Laut CEO Thilo von Selchow hat das ZMD über die letzten Jahre sehr viel investiert: 140 Mio. Euro sind in die Fertigung geflossen, 110 Mio. Euro in die Produktentwicklung. Außerdem kommen die Abschreibungen auf 40 Prozent des Umsatzes der Tochter Z-Foundry. »Die Phase des Aufholens haben wir jetzt abgeschlossen, das Unternehmen ist zukunftsfähig, jetzt treten wir in eine neue Phase ein und müssen Geld verdienen«, so von Selchow.

All die Investitionen geschahen über die letzten drei bis vier Jahre unter der Maßgabe, das ZMD von einer Ausrichtung als Forschungsinstitut auf den Weg zu einem wettbewerbsfähigen Unternehmen zu bringen. Auf diesem Weg hätte ZMD jetzt schon gute Fortschritte erzielt. Die Design-Kosten pro Chip und das Time to Market hätten sich nicht zuletzt durch Investitionen in die entsprechenden Software-Tools deutlich reduziert: »In den Bereichen Time-to-Market, Design for Test und Design for Yield sind wir jetzt auf dem Stand der Technik«, sagt von Selchow.

Außerdem habe sich das Unternehmen von einer Reihe Projekten verabschieden müssen, »die weder Kunden noch Umsätze betrafen«, so von Selchow. »Wir führen nur noch Produktentwicklungen durch, die Umsatz generieren.«

Weitere Informationen über die Zukunft der ZMD veröffentlicht die »Markt&Technik« in ihrer Ausgabe 37 vom 15. September auf Seite 1.