XMOS: Erstes Software Defined Silicon

XMOS Semiconductor, Erfinder des Software Defined Silicon (SDS), kündigt für Anfang 2008 ein funktionstüchtiges Silizium sowie Beta-Design-Tools an.

Die Testchips werden bei TSMC im 90-nm-G-Prozess gefertigt. Der Multiprozessoransatz für konfigurierbare Halbleiterbauelemente von XMOS bietet für zahlreiche Consumer-Applikationen einen neuen Grad an Flexibilität und Kosteneffizienz. Die Technologie basiert auf dem kompakten, ereignisgesteuerten Multi-Threaded-Prozessor XCore. Bei bis zu 500 MIPS, die über maximal acht Threads verteilt sind, bietet die XCore Engine eine Reihe fertiger, komplexer Hardwarefunktionen. Der Zugriff auf die Rechen- und Steuerungsmerkmale erfolgt über einen gängigen Embedded Software Design Flow. Mithilfe einer C-basierten Sprache können Entwickler ihre Funktionsspezifikationen schnell in das Silizium mappen.

Der XCore tritt mit der Außenwelt über eine Reihe ereignisgesteuerter I/O-Ports in Kontakt. Die Kommunikation zwischen den Threads wird durch XLink bereitgestellt, ein Mechanismus, der es den Threads und XCores erlaubt, auf Hardwareebene zu interagieren. Diese Verbindungen zwischen der physikalischen Welt und der Prozessor-Engine stellen eine stabile und einfache Schnittstelle für den Software- und den Hardwareentwickler dar.

Die Design-Tools und Entwicklungsmuster der ersten Generation von XMOS-SDS-Chips stehen im ersten Halbjahr 2008 zur Verfügung. Volumenstückzahlen folgen ein bis zwei Quartale später.