Xilinx: Virtex und Spartan zum 6.

Zwei auf einen Streich: Von Xilinx ist jetzt sowohl die neue Virtex-6- als auch die neue Spartan-6-FPGA-Familie verfügbar. Diese Bausteine bilden laut Xilinx die Basis für eine neue Generation an »marktspezifischen Design Plattformen« (targeted design platforms).

»Wir haben jetzt den Wendepunkt erreicht, an dem FPGAs die vorherrschende Silizium-Plattform für die Elektronik-Hersteller werden, die eine kundenspezifische Anpassung benötigen, um ihre Produkte zu diversifizieren, aber mit den unglaublich hohen ASIC-Entwicklungskosten konfrontiert sind«, so Moshe Gavrielov, Präsident und CEO von Xilinx. »Aber um für unseren Kunden die Anwendung von FPGAs zu erleichtern, ist es essenziell, dass wir dazu eine umfassende Entwicklungsumgebung anbieten, die es den weltweit verteilten Entwicklungs-Teams erlaubt, diesen ›programmierbaren Imperativ‹ zu realisieren und ihre Produkte schneller auf den Markt zu bringen.«

Da das Mooresche Gesetz auch weiterhin die Vorteile höherer Logikdichte und Leistungsfähigkeit zusammen mit der Herausforderung größerer Entwicklungs- und Produktionskomplexität postuliert, erkenne man laut Gavrielov in der Industrie einen zunehmenden Einsatz von FPGAs für die Systementwicklungen - anstelle der traditionellen ASICs und ASSPs.

Das Marktforschungsinstitut Gartner prognostiziert, dass das Verhältnis von FPGA-Design-Starts zu ASIC-Design-Starts im Jahr 2008 bei rund 25:1 lag. Für diesen »programmierbaren Imperativ« bedarf es zweierlei: erstens ständige Innovationen bei FPGAs bezüglich Preis, Verlustleistung, Leistungsfähigkeit, Logikdichte, Logikfunktionen und Programmierbarkeit. Zweitens: Werkzeuge, Designmethoden und IPs, um zu schnellen Ergebnissen zu kommen.

Mit der neuen Virtex- und Spartan-6-Familie ist man bei Xilinx überzeugt, den Anforderungen gerecht zu werden. Der Mix aus programmierbarer Logik und konfigurierbarer Hard-IP, der mittels der neusten Prozesstechnologien von UMC und Samsung realisiert ist, ermöglicht es, den Virtex-6- und Spartan-6-FPGAs im Vergleich zu vorherigen Familien die doppelte Logikdichte bei halber Verlustleistung zur Verfügung zu stellen.

Mit bis zu 760K Logikdichte und über 38 Mbit BlockRAM sowie 2.000 DSP-Slices setzen die neuen Xilinx-Bausteine Bestmarken bei der On-Chip-Leistung. Zusätzlich offerieren die neuen Familien bis zu 64 GTH-Transceiver, die mit bis zu 11,4 Gbit/s laufen, und erlauben die Unterstützung der OTU-Spezifikationen (optical transport unit) für die optische Übertragung. Darüber hinaus sind PCI-Express-kompatible hartverdrahtete Funktionsblöcke, die die Root-Port-Funktionen unterstützen, und dedizierte DDR3-Speichercontroller vorhanden.