Winbond kauft Qimonda-Lizenzen, Itarion ist pleite

Nachdem sich Elpida die GDDR-Speichertechnik von Qimonda gesichert hat, hat Fertigungspartner Winbond nun weitere Lizenzen gekauft. Qimondas ehemaliges Solar-Joint-Venture »Itarion« ist hingegen endgültig gescheitert.

Konkret kauft der ehemalige Qimonda-Partner Winbond Lizenzen, die zur Fertigung der Graphics-Double-Data-Rate-Speicher (GDDR) notwendig sind. Dazu übernimmt der taiwanesische DRAM-Hersteller außerdem Werkzeuge und Testeinrichtungen von Qimonda. Dieser Schritt ergibt sich, weil Elpida die GDDR-Speicher bei Winbond fertigen lassen will. Diese Speichertechnik hatte Elpida in der vergangenen Woche aus der Insolvenzmasse von Qimonda übernommen.

In diesem Rahmen hat Winbond auch weitere Lizenzen für DDR2- und DDR3-Speicher sowie für anwendungsspezifische DRAMs gekauft.

Verhandlungen über Itarion gescheitert

Bereits am 31. Juli hatte die Münchner Centrosolar Group bekannt gegeben, dass sie ihren Anteil aus dem Solar-Joint-Venture »Itarion« abschreiben werde. Die Verhandlungen mit dem portugiesischen Konsortium, das erst im Juni den ehemaligen Anteil von Qimonda übernommen hatte, waren gescheitert. Itarion musste daraufhin Insolvenz anmelden.

Centrosolar sagte, dass die Risiken für eine Weiterführung Itarions zu hoch und auch »ein deutlich höheres operatives Engagement«, als ursprünglich ausgemacht, nötig gewesen sei. Zu der abgeschriebenen Beteiligung in Höhe von 10,1 Millionen Euro kommen Schulden von Itarion in Höhe von 16,5 Mio. Euro dazu, die auf Centrosolar und Qimonda aufgeteilt werden.

Aufgrund der gescheiterten Verhandlungen dürfte es unwahrscheinlich sein, dass das portugisesische Konsortium bereits das Geld für den ehemaligen Qimonda-Anteil an den Insolvenzverwalter zahlen wird.