Mikroprozessoren Wie sich die Kräfte verschieben

Hohe Wachstumsraten wird es für die x-86-Prozessoren nicht mehr geben. Ganz anders bei den ARM-basierten Prozessoren für Tablets und Smartphones: hier soll der Markt jährlich um über 20 Prozent zulegen. Eine Marktstudie zeigt wie sich die Kräfte bei den Mikroprozessoren in den nächsten Jahren verschieben werden.

2013 soll der Gesamtmarkt für Mikroprozessoren um 13 Prozent zulegen und ein Volumen von 65,3 Milliarden Dollar erreichen. Das schreiben die Marktforscher von IC Insights in ihrer Studie »The McClean Report—A Complete Analysis and Forecast of the Integrated Circuit Industry«.

Damit wächst dieser Markt in diesem Jahr deutlich stärker als 2012, als er nur um 5 Prozent zulegen konnte. Der Grund dafür war eine schwächelnde PC-Nachfrage schwächelte und die wirtschaftliche Lage nicht gerade stabil war.

Besonders beim noch recht jungen Markt für Tablet-Prozessoren soll es nach oben gehen. Hier rechnen die Marktforscher für dieses Jahr mit 50 Prozent Wachstum auf ein Volumen von 3,4 Mrd. Dollar. 2012 waren es sogar 60 Prozent. Bei den Handy- und Smartphone-Prozessoren soll es um 28 Prozent nach oben gehen, auf 17 Mrd. Dollar. Auch hier waren es 2012 mit 41 Prozent Wachstum etwas mehr.

Dass angesichts dieser Zahlen der Gesamtmarkt nur um 13 Prozent zulegen wird liegt daran, dass das größte Segment nach wie vor die x86-Prozessoren sind, wie sie bei PCs, Servern und auch in Embedded-Anwendungen zum Einsatz kommen. Hier wird das Wachstum nur 5 Prozent erreichen, was einem Volumen von 44,9 Mrd. Dollar entspricht. Das ist ein Anteil von 69 Prozent am Gesamtmarkt für Prozessoren. Zum Vergleich: der Tablet-Prozessor-Markt erreicht in diesem Jahr 5 Prozent Marktanteil, 26 Prozent entfallen auf Handys und Smartphones.

Interessantes Detail: 95 Prozent aller Tablet- und Mobiltelefon-Prozessoren basieren auf der ARM-Technik und nicht auf der x-86-Technik.

Die Wachstumsraten für Tablet sieht IC Insights für den Zeitraum von 2012 bis 2017 bei jährlich 22 Prozent im Durchschnitt. Bei Handys und Smartphones sind es 24 Prozent. Bei den PCs, Servern und Embedded-Anwendungen sind es hingegen nur 7 Prozent.

Damit wird klar, dass die stark wachsenden Märket von der ARM-Technik dominiert werden wohingegen der x86-Prozessor nur noch geringe Wachstumsraten erzielen kann.