Wenn aus dem Computer ein Handy wird

Auf dem Intel Developer Forum (IDF) schwelgte Intels Chief Technology Officer Justin Rattner ein bisschen in der Zukunft. So könnten elektronische Geräte drahtlos aufgeladen werden oder ihre Form ändern.

Rattner  möchte gern das letzte Kabel loswerden, was derzeit für mobile Geräte noch unumgänglich ist - das Stromkabel.  Zusammen mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) arbeiteten Intels Forscher derzeit am Wireless Resonant Energy Link (WREL). Wie der Name schon sagt, könnten mit Hilfe eines Resonators Laptops aufgeladen werden, die sich in der Nähe eines solchen Systems befinden. Als Beweis brachte Rattner dann auch eine 60-W-Glühbirne zum Leuchten, vermerkte aber auch, dass es noch einige Herausforderungen bei dieser Technologie zu meistern gilt.

Aus dem Computer wird bei Bedarf ein Handy


Eine weitere Vorstellung ist es, Geräte zu bauen, die ihre Form verändern und sich damit dem jeweiligen Verwendungszweck anpassen. Rattner beschrieb dabei ein Notebook, das sich selbstständig verkleinert, wenn es in eine Tasche gesteckt wird oder zu einem Mobiltelefon werden kann. Hinter solch einer »Zauberei« verbirgt sich die Forschung an Mikro-Robotern oder »Catomen«. Diese kleinen programmierbaren Kugeln könnten sich als Ausgangsmaterial für bestimmte Geräte neu anordnen lassen und damit die Form dieser Geräte verändern. Intel hat bereits eine Art Ausgangsmaterial dieser Kugeln hergestellt – winzige Siliziumhalbkugeln, die mit klassischer Photolithografie hergestellt wurden.

Rattners Darlegungen sind relativ futuristisch und greifen Ideen auf, die es mitunter schon lange gibt. Allerdings ist er mit Rückblick auf die letzten 40 Jahre der Meinung, dass die Menschheit bald einen Punkt erreicht haben wird, ab dem die weitere technische Entwicklung exponentiell steigen wird. Somit wären dann wohl Dinge möglich, die bisher Science Fiction waren.

Zu guter Letzt stellte im Rahmen dieser Veranstaltung das Unternehmen »Emotiv Systems« ein Headset vor, das in gewissem Sinne Gedanken lesen kann. Es misst die Gehirnströme und kann daraus 30 verschiedene Reaktionen ableiten, mit denen man zum Beispiel ein virtuelles Gegenstück in einem Computerspiel steuern kann.