Weniger Umsatz und Stellenabbau bei Atmel

Auch Atmel reagiert auf den weltweiten Nachfragerückgang nach Halbleitern. So will das Unternehmen Stellen abbauen und die Produktion aussetzen. Zusätzlich ist eine potenzielle Übernahme durch Microchip nach wie vor möglich.

Atmel hat seine Umsatzprognose für das vierte Quartal korrigiert. Demnach soll der Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal nicht um 3 Prozent, sondern um mindestens 12 Prozent zurückgehen. Im dritten Quartal hatte Atmel 400 Millionen Dollar umgesetzt. Der Grund für den Rückgang sei die allgemein schwächere Nachfrage.

Aufgrund dieser Entwicklung will Atmel 11 Prozent seiner Belegschaft in den USA abbauen. Dortigen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um 275 Mitarbeiter, die meisten von ihnen aus der Atmel-Fab in Colorado Springs. Außerdem schickt das Unternehmen alle Mitarbeiter, die nicht in der Herstellung arbeiten, für 10 Tage in den Zwangsurlaub.

Erst kürzlich hatte Atmel einen elftägigen Produktionsstop für seine Fabs in Colorado Springs und im französischen Rousset verhängt. Das Unternehmen hatte dort bereits im Zuge der Umstrukturierung 200 Stellen abgebaut.

Für Atmel gibt es neben der wirtschaftlichen Entwicklung noch einen weiteren Grund zur Sorge: Konkurrent Microchip ist nach wie vor an einer Übernahme von Atmel interessiert. Microchip-CEO Steve Sanghi sagte zwar, dass er angesichts der Wirtschaftslage nicht versichern könne, ob und wie die Übernahme stattfindet. Allerdings hat Microchip jetzt sieben Aufsichtsratmitglieder zur nächsten Hauptversammlung von Atmel vorgeschlagen.

Die wirtschaftliche Entwicklung könnte Microchip jedoch auch entgegen kommen. Sollte das Unternehmen solide genug aufgestellt sein, könnte es die niedrigen Kurse nutzen, um bei Atmel einzusteigen. Auch das Marktforschungsunternehmen Gartner hatte kürzlich gesagt, dass finanziell starke Unternehmen in der Krise günstige Übernahmen machen könnten.