Vishay plant feindliche Übernahme von International Rectifier

Nachdem International Rectifier das erste Übernahmeangebot abgelehnt hatte, hatte sich Vishay mit einem verbesserten Angebot direkt an die Aktionäre gewandt. Für International Rectifier ist auch dieses Angebot zu niedrig.

»Wir sind enttäuscht, dass International Rectifier es immer noch ablehnt mit uns zu verhandeln,« gab Vishay in einer Pressemitteilung bekannt. Damit reagierte das Unternehmen auf die Absage des zweiten Übernahmeangebots, das Vishay in der vergangenen Woche unterbreitet hatte. Vishay hatte sein Angebot von 21,22 Dollar pro Aktie auf 23 Dollar erhöht, was einer Gesamtsumme von 100 Mio. Dollar entspricht. Dieser Preis liegt rund 30 Prozent über dem durchschnittlichen Aktienwert von International Rectifier.

Im Gegensatz zum ersten Gebot, hatte sich Vishay damit direkt an die Aktionäre von International Rectifier gewandt. Das heißt im Klartext, dass Vishay das Unternehmen ohne dessen Zustimmung übernehmen will. In einem Interview mit der Markt&Technik im Juni hatte Vishay-Chef Gerald Paul noch gesagt, dass sein Unternehmen keine feindlichen Übernahmen anstrebt, da dies im Gegensatz zur Firmenphilosophie stehe.

Auf der Jahreshauptversammlung von International Rectifier am 10. Oktober wird Vishay außerdem auch drei Kandidaten für den Aufsichtsrat vorschlagen. Eine Entscheidung der Aktionäre für diese Kandidaten sehe Vishay als positiven Meinungsausdruck in der Frage der Übernahme.

International Rectifier bezeichnete dieses Vorgehen sowie die Pläne zur feindlichen Übernahme als kontraproduktiv.