Videoüberwachung erfreut Chip-Hersteller

Der Markt für Video-Überwachungskameras wird laut iSuppli von 4,9 Mrd. Dollar 2006 bis 2011 auf 9 Mrd. Dollar steigen – was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 13,2 Prozent entspricht.

In Stückzahlen gemessen, liegt das Wachstum sogar noch deutlich darüber: Lieferten die Hersteller 2006 29,8 Mio. Geräte für die Videoüberwachung aus, so soll sich diese Zahl bis 2011 auf 65,7 Mio. Geräte mehr als verdoppeln. Das dürfte die Hersteller von ICs für Videoüberwachungskameras freuen: Der Umsatz mit entsprechenden Chips wird sich voraussichtlich ebenfalls mehr als verdoppeln: von 525 Mio. Dollar 2006 auf 1,25 Mrd. Dollar 2011. Daraus resultiere ein dramatisch steigender Bedarf an Videoprozessoren und Interface-Chips wie Ethernet, Power over Ethernet und WiFi. Nur der Umsatz mit Bildsensoren profitiert laut iSuppli weniger davon, weil die Preise dieser ICs schnell fallen und zunehmend die kostengünstigen CMOS-Sensoren Einsatz finden.

Laut iSuppli stehen nicht nur die steigenden Ansprüche an Sicherheitssysteme hinter dem Wachstum, sondern auch die Möglichkeiten, die moderne Netzwerksysteme eröffnen. »Mit IP-Videoüberwachungskameras und IP-Video-Servern, kombiniert mit digitalen Videorekordern, werden die Systeme neue Märkte erobern, die über traditionelle Sicherheitsanwendungen hinausgehen. Dazu zählen unter anderem Transport, Einzelhandel und sogar Home-Netzwerke«, sagt Mark Kirstein, Vice President Mulitmedia-Content und –Services von iSuppli. Die netzwerkbasierte Videoüberwachung erlaube es, Upgrades im Feld durchzuführen, den Automatisierungsgrad zu erhöhen und mehr Intelligenz in die Systeme zu packen. IP-Kameras werden laut Kirstein die traditionellen Fernsehkameras bis 2011 verdrängen. Es werde sich ein Consumer-Markt für IP-Kameras entwickeln, und die Telecom-Operators werden die IP-Videoüberwachung als zusätzlichen Bestandteil ihrer Broadband-Services anbieten.