Verhandlungen über Qimonda dauern an

Bei Qimonda ging es in dieser Woche hoch her. Eine Rettung des defizitären Speicherherstellers misslang erst einmal. Doch Hoffnung gibt es vielleicht noch, auch wenn die Chancen jeden Tag kleiner werden.

Das Rettungspaket war geschnürt. 150 Millionen Euro wollte das Land Sachsen für die Qimonda ausgeben. Weitere 150 Millionen sollten von Infineon kommen. Für ein paar Stunden konnten die Qimonda-Mitarbeiter hoffen, dann kam die ernüchternde Reaktion der Muttergesellschaft Infineon: »Diese Forderung übersteigt bei weitem die Möglichkeiten, wie sie Infineon in den Verhandlungen mit dem Freistaat frühzeitig und deutlich zum Ausdruck gebracht hat.«

Vorbei ist es noch nicht, aber es sieht auch nicht gut aus. Immerhin verhandeln Infineon, Qimonda und das Land Sachsen weiter. Das alles vor dem Hintergrund, dass Qimonda jeden Tag Geld verliert und irgendwann im Januar, im Februar oder vielleicht erst im März zahlungsunfähig ist.

Doch was passiert, wenn auch diese Verhandlungen scheitern? Dann kann eigentlich nur noch der Bund helfen, oder die EU. Bisher beobachten diese beiden Parteien das Geschehen stillschweigend. Die nächsten Tage werden hoffentlich eine Antwort bringen.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Soll Qimonda gerettet werden?