Ungewisse Zukunft für Fujitsu Siemens

Verschiedenen Medienberichten zufolge sieht es nicht gut aus für Fujitsu Siemens. Offenbar haben beide Seiten kein Interesse an einer Weiterführung des Joint Ventures.

So sollen Verhandlungen zwischen Siemens und Fujitsu über die Zukunft des Joint Ventures begonnen haben. Für Siemens-Chef Peter Löscher wirft der Computerhersteller offensichtlich zu wenig Rendite ab. Auch Fujitsu soll kein Interesse daran haben, das Joint Venture allein weiterzuführen. Außerhalb von Europa bietet Fujitsu auch eigene Notebooks an.

Im letzten Geschäftsjahr ging der Umsatz von Fujitsu Siemens um fast 5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn stieg jedoch um 15 Prozent auf 105 Millionen Euro.

Der 1999 geschlossene Vertrag zwischen den beiden Unternehmen solle im Herbst gekündigt werden. Laut Vertrag müssen sich Siemens und Fujitsu, die jeweils einen Anteil von 50 Prozent des Joint Ventures haben, sich ihre Anteile selbst anbieten, bevor sie zum Beispiel an einen Dritten verkauft werden könnten.

Fujitsu Siemens beschäftigt rund 10.500 Mitarbeiter, davon rund 6200 in Deutschland. Der größte Produktionsstandort ist Sömmerda in Thüringen, wo pro Jahr rund 1,5 Mio. PCs und Notebooks zusammengesetzt werden.